News & Inspiration Juli 2016

Dear  ………………………  *

Heute gibt s folgende Themen in Schrift und Bildern.1. Empathie und Herzöffnung auf Körperebene.
2. Gehorsam als Gefahr für die Demokratie?
3. Gewalt-bewusst sein und  gewaltfrei handeln.
4. Gemeinsamkeiten genießen.
5. Gelebter und verkörperter  “Lebenszweck”.

1. Weißt du, wie sich Empathie anfühlt? Du hast es sicher schon einmal erlebt. Mitgefühl.  Nicht Mitleid. Magst  du dich jetzt –  ja jetzt für einen kurzen Moment –  körperlich damit verbinden?  Wie fühlt es sich an? Ein Ausatmen? Ein Entspannen? Wo empfindest du vielleicht eine Wärme und Weichheit?
Selbstmitgefühl  oder Selbstmitleid? Es gibt in unserer Kultur beide Extreme: in unterschiedlichem Ausmaß kommen wir aus einer Kultur der Strenge und Lieblosigkeit mit sich selbst – zumindest meine Generation –  oder der Überfürsorglichkeit. Das eine ist die große Strenge und Härte des inneren Antreibers, das Andere  das Selbstmitleid. Selbstempathie praktizieren ist wie ein  Heimkommen zu sich selbst. Wenn du die die liebevolle Stimme an deiner Seite  haben möchtest, die dich versteht, tröstet  und ermutigt, solltest du dir Zeit nehmen. Und es braucht auch die Selbstdisziplin, nicht mental über schmerzliche Ereignisse hinwegzugehen, sich selbst beschwichtigen.  Wir sind eine Verkörperung. Es geht um den Zusammenklang von Kopf, Herz und Hand. Es geht um  Empfinden und Fühlen,  um das Wohlfühlen. Lernen wir selbst fürsorglich und mütterlich zu sich zu  sein und entsprechend zu handeln.
Empathie und Herzöffnung   Ich möchte immer auch  Möglichkeiten einbeziehen, wie wir auf Körperebene unser Herz öffnen können. Safi  Nidiaye habe ich selbst schon erlebt. Ihr Angebot der Körperzentrierten Herzarbeit ist sicher eine Möglichkeit für sich allein –  neben der von mir so geschätzten Übungsabende im Kommunikations-Atelier gemeinsam mit anderen Menschen. Meine Herbstangebote fasse ich im Augustnewsletter zusammen.Da im Kommunikations-Atelier in Gauting Sommerpause ist, möchte ich hier auf die GFK-Familienfreizeit in Wartaweil hinweisen.

2.  Gehorsam gefährdet die Demokratie.

Arno Gruen, der  im letzten Jahr verstorbene  über 90 Jahre gewordene Psychoanalytiker und Buchautor und Harald Welzer, ein dagegen junger 58jähriger Sozialpsychologe inspirieren mich gerade sehr.
Gruens Bücher und Vorträge umfassen die Themen der  „zerstörerischen Dynamik des Gehorsams”, der Autoritätshörigkeit bis zum  “Wahnsinn der Normalität”.  Die auf abstraktem Denken beruhende gesellschaftliche Normalität entfremdet uns dem Leben, verneint und verleugnet unser grundlegendes empathisches Bewusstsein. Diese  Normalität führt nach seinem Verständnis zu Isolation, Selbstentfremdung und einer zerstörerischen Geisteshaltung. Allein das Reinhören in seine Vorträge lohnt sich.  Eines von Harald Welzer s Büchern heißt  “Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand”. Es ergänzt Arno Gruen mit aktuellen, ganz konkreten gesellschaftspolitischen  Erfordernissen und passt zur 3. Säule der Gewaltfreien Kommunikation. Dabei geht darum, die strukturelle Gewalt von materiellen, institutionellen und mentalen Infrastrukturen in lebensdienliche zu verwandeln. Hier könntet ihr ein Gespräch mit ihm und R.D. Precht hören.

3. Gewaltbewusst denken und gewaltfrei handeln

ist in unserer dominatorischen Zivilisation ein langfristiges “Unternehmen”.  Wir müssen beim Denken beginnen. Deshalb ein  Marshall Rosenberg-Zitat:  “Ärger ist ein wunderbarer Hinweis, er ist ein Wecker.

Sobald ich ärgerlich werde, weiß ich, dass ich den andern nicht richtig gehört habe. Die Ursache meines Ärgers sind meine Gedanken: Statt, dass ich mich mit dem verbinde, was in dem andern vorgeht, bin ich oben in meinem Kopf und urteile, dass er irgendetwas falsch gemacht hat. Gewalt kommt von dem Glauben, dass andere Menschen unsere Schmerzen verursachen und dafür Strafe verdienen”.  Und nun die Frage: ja, was verursachen nun meine Schmerzen, meine Trauer und meine Angst? Die Antwort darauf ist der Kern der Gewaltfreien Kommunikation. Wo beginnt Gewalt? was ist Gewalt? was sind meine “Lieblings-Feindbilder”?

4. Wortlose Gemeinsamkeiten genießen.

Sich miteinander ganz lebendig fühlen – im Miteinander-Tun. Kennst du das Vergnügen, mit einem Menschen, den du magst in einem Raum zu sitzen und beide „wurschteln“ an etwas herum? Ich liebe gemeinsames Tun in Stille oder bei leiser Musik – egal ob zeichnend, strickend oder was auch immer mit den Händen. Das Bild ist auf mehrfache Weise gemeinsam entstanden.

5.  Wir alle streben nach einer umfassenderen Erfüllung.

Wir alle wollen uns verwirklichen und unser volles Potenzial ausschöpfen”. Wie stehst du zu dem Satz?  Wir können das hier nur, wenn wir – wie hier in dem Luxus der westlichen Demokratien – die Grundbedürfnisse erfüllt sind. Immer wieder gebe ich gern ein HumandesignReading, um Menschen dabei zu unterstützen, ihren Lebenssinn/-zweck zu finden und leichter zu verkörpern.

Mögen wir alle die Sommertage genießen und durch die Polaritäten und Widersprüche des Lebens sehr lebendig und ganz wach werden.

Anna Haußer, Humandesign integral –  Vollblutlehrerin aus Berufung + integraler Coach. Telefon 089 8503087, Bergmoserstr.5, 82131 Gauting.  www.lebenswendezeiten.de  und    wwww.kommunikations-atelier.de,
Es gibt ein neues Bilder_Buchprojekt:  http://www.lebenswendezeiten.de/wordpressBLOG/   oder über Facebook https://www.facebook.com/HausserA

About the Author web336

Vollblut-Lehrerin und Trainerin. Humandesignsystem© Analytiker/Lehrer (IHDS-Ausbildung) Integral Life Consultant i.A. Jahrgang 1952. 33 Jahre lang als Gymnasiallehrerin tätig gewesen. Derzeit und in Zukunft engagierte Kommunikationstrainerin (gewaltfreie Kommunikation nach M.Rosenberg) im Kommunikations-Atelier.

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