Tag Archives for " Freude "

Meditatives Zeichnen

Ich bedaure die leere Mail von heute Nachmittag – beim Einrichten der Galerie war ein Klick zu schnell gesetzt. Dank meiner Freundin Christine lerne ich nun seit 2 Monaten, meine wordpress-webseite selbst zu kreieren und zu verwalten – ohne Webmaster.  Und die Walnuss-Kastanie-Zeichnung von gestern bedeuten 2 Stunden Hinschauen, Beobachten, Stricheln, Stille und ganz bei mir sein.

einzeln und frei wie ein Baum, geschwisterlich wie Wald

 

Wir alle tragen eine individuelle Signatur – ob auf der Fingerkuppe, in der Stimme oder durch unseren individuellen Körper insgesamt.  Wir tragen in uns die Sehnsucht und das Potential, uns voll  zu entfalten und zum Ausdruck zu kommen. Wir möchten als wir selbst wirksam sein in unserer Welt, in der Welt.  Gleichzeitig tragen wir alle in uns das existentielle Bedürfnis nach Verbundenheit. Das können die Blutsverwandten, also Familie, Kinder und Enkelkinder sein oder die, die wir Seelenverwandte nennen, Menschen, bei denen wir uns akzeptiert und geliebt fühlen. Beides gleichermaßen zu verwirklichen ist eine immerwährende Aufgabe.

Musik nährt mich. Gemeinsames Singen nährt mich – ich bin wieder in einem Chor und meine Gitarre lehnt  nicht mehr so ganz untätig an der Wand.  Parallel dazu ist mein Ausdrucks- und Lebensmedium inzwischen mehr die Farbe und der Stift geworden – also eher das kreative Tun allein.  Heute aber war wieder ein kreativer Vormittag hier in Gauting mit Rosemarie Zacher und ein paar experimentierwilligen Frauen. Große Lust an dem Spiel mit Aquarellfarben:

 

Gitarre und Hannes Wader ist für mich eine Assoziation. Durch Hannes ist der letzte Vers aus einem der berühmtesten Gedichte Hikmets, Davet (Einladung) besonders bekannt geworden:

Yaşamak bir ağaç gibi
tek ve hür ve bir orman gibi 
kardeşçesine,
bu hasret bizim.

Leben einzeln und frei
wie ein Baum und dabei
brüderlich wie ein Wald,
diese Sehnsucht ist unser.

(wörtliche Übersetzung: Leben wie ein Baum, einzeln und frei, und brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht. Sinngemäße Übersetzung: „Wir sehnen uns nach einem Leben wie ein Baum, frei stehend in einem Wald der Gemeinsamkeit.“)

Interaktionsdynamik: Gefährtenschaft

Ein Aspekt von Interaktionsdynamiken ist Gefährtenschaft. Companionship. Ich vermute, wir alle kennen das aus der Kindheit – und haben diese Qualität hoffentlich auch noch in späteren Jahren erlebt.

Ich hole mir das Gefühl zurück durch eine Erinnerung. Wie hat sich erlebte Gefährtenschaft angefühlt? Der Körper erinnert sich. In mir entspannt sich etwas, es wird heller, freundlicher.  Companionship als vertraut sein und Vertrauen haben. In die gleiche Richtung schauen, in der Ausrichtung auf Ähnliches verpflichtet.

Meinen Paar-Bildern habe ich in den letzten Tagen ein paar neue, aussagekräftige hinzugefügt. Egal ob Tier- oder Menschenkörper: nonverbal drückt sich ganz viel aus.  Die interaktionsdynamiken aufgrund von zwei Human Design Körpergrafiken zu beschreiben geht dann tiefer. 

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Herbstfreuden

 

Wärme im Zimmer, sanftes Licht draussen. Die ersten Schneeflocken. Dankbarkeit. Spiel und Experimentierlust am Tablet.  Mich-noch-nicht-auskennen. Frustration und Ärger mit der Technik. Das Spielerische überwiegt. Es geht um nichts als Spiel.

Dankbarkeit, ein solches Leben führen zu können. Die Möglichkeit, Anspannung loslassen zu können. Meinem Lebenszweck des einfachen Seins in Freude näher zu kommen. Meine Design-Sonne in Hexagramm 58. Mich lebendig fühlen. „Follow your bliss and the universe will open the doors for you where there were only walls“ Joseph Campbell. 

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Gemeinsam Portraitzeichnen – ein herausfordernder Genuss!

Portraitzeichnen in München – ja, ein herausfordernder Genuss.  Eine entspannte Atmosphäre in einem schönen Besprechungszimmer eines Verlages. Musik. Volle Konzentration. Sehr im Jetzt sein.  Volle Präsenz! 

Meine Herausforderung: Interesse an den Anderen, mich anregen lassen, staunen – und mich selbst annehmen. Ja, es könnte besser sein, ja ich möchte mich verbessern. Ich möchte die Ähnlichkeit mit dem lebendigen Modell, dem Menschen, der uns gegenüber sitzt aufs Papier – besser aufs Tablet –  zu bringen.

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Rückblick in Zeichnungen N°12

Erinnerungen, Rückblick  und Sehnsüchte – all das umfasst einen großen Zeitraum. Was habe ich ent-wickelt, freigelegt, befreit? Was habe ich wirklich transformiert?  Was losgelassen?  

Erlebe ich die Entfaltung des Hexagramms 58, die meine Verwurzelung ist. Das Hexagramm ist am Wurzelzentrum und deren Kraft ist nicht für die Dauernutzung gedacht, sondern dient der Erhaltung der Existenz. Dann gibt es nichts zu tun. Außer sich der Freude hinzugeben.  Ja, meine Freude ist in die Breite und Höhe gewachsen. 

In höherer Schwingung bedeutet das, sich dem Leben nicht mehr widersetzen,  sich nicht in den großen Lebensfluss einmischen. Und dann wechselt die Lebenskraft  in den nächsten Gang und das bedeutet Zunahme an Vitalität. Es bedeutet Freude und Freiheit. Freude lässt mich aufblühen – und sie braucht auch einen Auslass in die Welt. Der natürlichste Weg besteht darin, Anderen mit dem zu dienen, was. ich gut kann, was mir und  meiner Lebensaufgabe entspricht. 

Rückblick in Zeichnungen. Oder auch Rückblick durch Kinderfotos. Meine Bitte um Kinderfotos fürs Fest ist erstaunlich belebend und  inspirierend alle Beteiligten.

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Täglich neu – auch heute.

Täglich neu – auch heute, an Pfingsten.

Licht. Sprache, Mai – und die letzte Eisheilige.

Die Sonne strahlt – nur kurz.
Beleuchtet uns und nährt das Schöne.
Sie weckt auch die schlafenden Probleme.

Wir können uns entscheiden: Wollen wir uns weiter beheimaten im wohlvertrauten Streit,
bei dem wir immer genau wissen wer schuld ist,
nämlich der Andere, dessen Familie, Partei, Nationalität, Volk,
oder wollen wir Heimat neu gründen im schöpferischen Miteinander?

Wählen wir das Erste haben wir ein großes Angebot an Waffen, Erfahrungen, Berater zur Seite,
die alle von unserer Substanz leben. Und natürlich sind wir im Recht.

Wählen wir das zweite sind wir allein und auf unsere eigenen Kräfte angweisen, doch die sind lebenswert, sie beleben, sie sind schöpferisch und sie entwickeln: Freude, Glück, Verständigung: Liebe, Reichtum mit Anderen.

Um genau zu sein: Das erste wählt uns seit alters her von sich aus. Das Zweite müssen wir selbst wählen. Täglich neu, auch heute. (den Text von Alfred Bast mit Dank und leicht verändert.)

ein belachtes problem

Glücklichsein beginnt mit einem herzhaften Lachen, einem freundlichen Lächeln  oder einem zarten inneren Lächeln.

Lebendigkeit

Lebendigkeit

Die junge Frau, die alte Frau. Drei Phasen des Frauseins – weiß, rot und schwarz. Das Gefühl innen bleibt immer dasselbe – meiner Erfahrung nach.  Lebensweisheit ist hoffentlich gewachsen. Etwas ist reif geworden und kann geerntet werden.

Wie halte ich  zwischen Jugend und Alter die Lebendigkeit aufrecht? Wie bleibe ich kreativ?  Klar, da fällt mir die Ode an die Freude ein und ein wunderbarer Flashmob.

Das Gedicht von F. Schiller kannte ich noch nicht:

Freude heißt die starke Feder

In der ewigen Natur;

Freude, Freude treibt die Räder

In der großen Weltenuhr.

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Eine kleine Freundlichkeit

Eine kleine Freundlichkeit.

„Acts of aggression“ waren und sind immer wieder Forschungsanlässe. Mit der positiven Psychologie – vor allem durch Martin Seligman begründet – sind auch „acts of kindness“  wissenschaftlicher Untersuchungsgegenstand. Selbstverständlich dürfen unerfüllte Bedürfnisse nicht durch „Nettigkeit“ zugedeckt werden. Dafür haben wir durch die Gewaltfreie Kommunikation die 4 Schritte in die Selbstempathie. Wenn wir sie denn auch  t u n.

Ein Jahr lang habe ich mich einmal auf Anna Freundlich fokussiert. Jetzt ist wieder Zeit, mich daran zu erinnern. Dich auch?  Kleine Freundlichkeiten verwandeln uns, wenn wir sie bekommen – und wenn wir sie geben.  Ein Lächeln im Gesicht, im ganzen Körper und, mehr Lebensenergie. Stimmung färbt ab. Wir stecken einander mit Lebendigkeit und Freude an. Kleine Tat – große Wirkung.

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Frühling – ja du bist s

Frühling – ja du bist s

Ich liebe Sprache. Ich liebe Poesie. Ich liebe Etymologie, die Herkunft der Wörter. Heute nehme ich auf unsere gemeinsame Radltour an der Ammer das Reclam-Büchlein „Eile mit Weile“ zu unser beider Vergnügen mit.  Und die Gitarre. So viele Vergnügungen an einem wunderschönen Frühlingstag. Bewegung unter bayrisch-blauem Himmel, weitab vom touristisch vollen Ammersee, gemeinsam zusammensitzen, essen, singen.  Und uns an Gedichte erinnern:

„Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
Nun, armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.“ (Ludwig Uhland in „Frühlingsglaube“)

Frühling für mich, im Herbst des Lebens.

„Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja Du bist ’s!
Dich hab’ ich vernommen! “ (Eduard Mörike)

und gleichzeitig „Jeder kommende Frühling, der die Sprösslinge der Pflanzen aus dem Schoße der Erde treibt, gibt mir Erläuterungen über das bange Rätsel des Todes und widerlegt meine ängstliche Besorgtheit eines ewigen Schlafes.“

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Wer anderen eine…..

Wer anderen eine…..

Nein, nicht das, was jetzt als Sprichwort  assoziiert wird. Das Sprichwort wirkt durch die Methode der Warnung, Drohung.  Geht auch. Ist ja hoffentlich etwas Wahres dran.

Positiv formuliert ergibt sich ein ganz anderer Drive: wer anderen eine Blume sät, blüht selber auf.  Das ist ein Resonanzgesetz. Erlebbar. Nachfühlbar. Als ich diesen Satz entdeckte war da in mir ein Prickeln. (ich bedaure, dass ich nur den Satz, nicht den Autor/die Autorin aufgeschrieben habe, denn ich würde mich bedanken)

Meine Assoziation und meine körperliche Reaktion auf dieses Sprachbild ist Aufatmen, Leichtigkeit und Freude.

Das teile ich einfach gern.

Yess

 

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Freude teilen

Freude teilen

Nicht nur als Schutz vor einem nächsten Depri-Schub möchte ich eine innere Säule der Freude kultivieren. Freude  ist Liebe in Bewegung. Geteilte Freude ist doppelte Freude.

Ich  beobachte, unter welchen Umständen ich reine, starke Freude empfinde. Ich erforsche und notiere, entdecke für mich diesen Zauber wieder neu.

Was sind die äußeren Umstände?

Was genau habe ich getan?

Welche Fähigkeiten habe ich angewandt?

Motto des Tages: Ich nütze jede Gelegenheit um mich zu freuen!

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Gemeinsam Staunen

Gemeinsam Staunen

Geteilte Freude ist doppelte Freude. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Empathie ist der Schlüssel. In die gleiche Richtung schauen, eine ähnliche Ausrichtung haben – all das ist der Kleber, der Menschen zusammen hält. Wenn dann auch noch genug Raum für Autonomie und verantwortungsvolle Freiheit ist, dann wird es eine glückliche Erfahrung. Egal, wie lange sie dauert.  Denn erfüllte Grundbedürfnisse machen satt und glücklich. Damit keine Langeweile aufkommt, muss noch das Bedürfnis nach Abwechslung erfüllt werden. Es geht um Staunen, staunen, dass sich bestimmte Menschen bei Milliarden Erdenbewohnern auf ihrem Lebensweg treffen und noch mehr Staunen und Dankbarkeit, wenn Verstehen, Verbundenheit und gemeinsames Wachstum geschieht.

Zu alldem kann die grundlegende Fähigkeit der Kommunikationskunst eine Menge beitragen. Kreatives Lernen und Üben mit allen Sinnen im Kommunikations-Atelier.

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