Es ist Zeit, dich zu zeigen!

Es ist Zeit, dich zu zeigen!

Zyklen bestimmen unser Leben.  Wir kommen hier an, verkörpern und erden uns hier in den ersten Lebensjahren und dann kommen die Wachstumszyklen, dein Blühen, deine Ernte und dein Verblühen und Vergehen. Ein wunderschöner Text von Brene Brown, den ich übersetzt habe:

‚ Ich denke die Lebensmitte ist dann,  wenn das Universum sanft ihre Hände auf deine  Schultern legt, dich nahe heranzieht und dir ins Ohr flüstert:

Ich schraube nicht herum. Es ist  die Zeit. Alle dieses Vorgeben  und Performen – diese Bewältigungsmechanismen, die Sie entwickelt haben, um sich zu schützen, aus dem Gefühl, nicht ausreichend und immer weh – muss gehen.

Deine Rüstung hindert  dich daran, in deine  Geschenke hineinzuwachsen. Ich verstehe, dass du diese Schutzmaßnahmen gebraucht hast, als Sie noch klein waren. Ich verstehe, dass du glaubst,  deine Rüstung könnte helfen Ihnen all die Dinge, die man benötigt, um sich der Liebe würdig fühlen zu sichern und dazuzugehören, aber Sie sind noch auf der Suche und du bist mehr verloren als je zuvor.

Die Zeit vergeht schnell. . Es gibt  unerforschte Abenteuer vor dir. Du kannst nicht den Rest  deines Lebens darum besorgt sein, was andere Leute denken .  Du bist als der Liebe und Zugehörigkeit wert geboren  Mut und Kühnheit fließen durch dich.. Du bist gemacht, um  zu leben und zu lieben mit deinem ganzen Herzen.

Es ist Zeit, dich zu zeigen und gesehen zu  werden.“

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Ein gutes Leben ist ein Drahtseilakt.

Ein gutes Leben ist ein Drahtseilakt.

Egal wie alt, unsere Bedürfnisse bleiben – die Strategien werden sich sicher verändert haben. Wie können wir so scheinbar gegensätzliche Bedürfnisse  wie Sicherheit, Verbundenheit, Autonomie,  Abenteuer, Freiheit…..erfüllen?

Kommentarlos habe ich von einem Jugendfreund zum Geburtstag den Link zum Beatles Song bekommen:

When I’m Sixty-Four

When I get older
Losing my hair
Many years from now
Will you still be sending me a Valentine?
Birthday greetings bottle of wine?

If I’d been out
Till quarter to three
Would you lock the door?
Will you still need me
Will you still feed me
When I’m sixty-four?

You’ll be older too
And if you say the word
I could stay with you

I could be handy
Mending a fuse
When your lights have gone
You can knit a sweater by the fireside
Sunday mornings go for a ride

Doing the garden
Digging the weeds
Who could ask for more?
Will you still need me
Will you still feed me
When I’m sixty-four?

Every summer we can rent a cottage
In the Isle of Wight if it’s not too dear
We shall scrimp and save (we shall scrimp and save)
Grandchildren on your knee
Vera, Chuck, and Dave

Send me a postcard
Drop me a line
Stating point of view
Indicate precisely what you mean to say
Yours sincerely wasting away

Give me your answer
Fill in a form
Mine for evermore
Will you still need me
Will you still feed me
When I’m sixty-four?

 

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News & Inspiration Juni 2016

News & Inspiration Juni 2016

Hallo, liebe Mitmenschen, Dear  *

magst du schauen, was ich, Anna,  die wertschätzende und wirksame Kommunikation im Kleid der GFK und  das Human Design Integral für Dich als Möglichkeit bereit hält?

Die Welt mit neuen Augen sehen und erleben:

Bist du auch auf der Suche nach Veränderung, Mut, Frieden, Glück, Lebensfreude….? Meine Leidenschaft ist es, dich mit meiner Erfahrung und meinem Wissen dabei zu unterstützen. Lass uns gemeinsam die Welt mit-entwickeln und Akteure des Wandels sein. Ich erlebe immer wieder die Ermutigung durch die fast 80jährige Tiefenökologin Joanna Macy. Wir alle stehen auf den Schultern von Großen.

Wertschätzung von Schultern
Brauchst du tiefe Empathie?

Ja, es gilt, Selbstempathie zu praktizieren. Und es gibt Zeiten, in denen es alleine nicht geht. Da könnte eine Empathie-Session heilend und nährend wirken. Du tauchst tief auf emotionaler und körperlicher Ebene in meist uralte Glaubenssätze ein und tauchst wieder auf mit der Erfahrung der Bedürfnisse, die sich damals nicht erfüllt haben. Du weißt, welche Bedürfnisse nun am meisten beachtet und genährt werden müssen –  durch dich selbst.

Möchtest du  deine Kommunikationskompetenz weiten? Es gibt so viele Möglichkeiten: wieder ein Buch zu dem Thema aus dem Regal holen und lesen. Also das alte Wissen aktivieren und neu umsetzen. Die Lücke zwischen Wissen und Handeln wieder kleiner machen.

Das Gautinger Kommunikations-Atelier ist am 5. Juli und 19.Juli wieder geöffnet.

Worum geht es da? Du kannst deinen tiefen ur-menschlichen Bedürfnissen nach Frieden, Wertschätzung und Selbstwirksamkeit näher kommen. Wir haben die uns angeborene, verlorene verbindende Kraft der Empathie in der Schule nicht gelernt. So gilt es, diese Kraft wiederzubeleben und zu kultivieren. Meine Empfehlung und mein Weg ist: nutze die Kostbarkeiten der Gewaltfreien Kommunikation/GFK  und genieße die Bilder, meine Art des Näherbringens.  Mittels Bilder sind andere Erfahrungen möglich. Bilder berühren anders als Worte. Sie machen das Fühlen, Empfinden und darüber Sprechen leichter. Unser Problem dabei ist:, dass wir glauben, wir seien zufrieden oder gar glücklich, wenn wir nix fühlen, cool sind. Dabei ist die Tragnik das Abgeschnitten-Sein von unseren Gefühlen. Die Erfüllung des  Bedürfnisses nach Nähe und Intimität ist so möglich.  Und es gibt so viele Möglichkeiten, d.h.   Strategien, dieses Bedürfnis zu erfüllen.

Zutaten für glückliche Beziehungen

Durch Aufrichtigkeit und wertschätzende Kommunikation lösen sich Grenzen auf. Einfach anfangen. Schritt für Schritt gehen.

Feiern des Tanzprojektes:  „Wer lange leben möchte, wird alt werden. Ihr werdet so lange jung bleiben, solange ihr aufnahmebereit bleibt: empfänglich fürs Schöne, Gute und Große. Empfänglich für die Botschaften der Natur, der Mitmenschen, des Unfasslichen…“ las Bettina zu Beginn. Unser Tanztheaterprojekt.für „Damen und Herren über 60“ ist zu Ende. Hier kannst du  die Nach(t)kritik nachlesen. Ich lasse das Trauern zu, dass es zu Ende ist.  Dann kann etwas Neues entstehen.

Karte valerie
So viel mehr auf den Beiträgen hier im Blog.

feiern im kreis 2 001

Feiern ist so wichtig. Es erfüllt so viele Bedürfnisse gleichzeitig: Verbundenheit, Freude, Genuss, Wertschätzung……und noch viel mehr.
Im Februar  habe ich mit 25 Freundinnen und Freunden ein üppiges LEBENSFEST gefeiert. Die Freude und Verbundenheit zu erleben war so beglückend, dass ich  heute abend im Kleinen wieder ein Lebensfest., den 64. Geburtstag feiern werde (und den 65. nächstes Jahr wieder im Bosco in Gauting). Diese Lebensspirale habe ich zu meinem 50. Geburtstag gemacht. Auch ein kostbarer, dankbarer Rückblick – trotz eines Teils meines letzten Jahres. Trauern, würdigen, feiern. Lasst uns Rituale neu erfinden und neu wertschätzen.

  Entwicklungsherz

Was kann dir Humandesign Integral geben und sein?

Glaubst du, du bist als unbeschriebenes Blatt auf diese Welt gekommen? Eine von vielen Möglichkeiten der Persönlichkeitsanalyse und einer Art von rotem Faden ist eine Humandesign Analyse.  Mein integrales BasisReading kannst du dir x-mal anhören – und du wirst immer wieder etwas Neues dabei hören. Du wirst dich tiefer verstehen und damit akzeptieren und lieben können. Dein Lebensstart ist die Voraussetzung deiner Weiterentwicklung in die Entfaltung deiner besten Version. Damit dienst du – als Teil des Ganzen –  allen.

Das für wahrscheinlich  für einige nicht uninteressante Thema eines meinere Buchprojekte heißt: „Auf eine schönere ART altern„, alt werden. Feedback ist willkommen.

auf eine andere ART alt werden
Mögen wir alle die Sommertage genießen und durch die Polaritäten und Widersprüche des Lebens wach werden.

Von Herzen

Anna

Anna Haußer, Humandesign integral –  Vollblutlehrerin aus Berufung + integraler Coach, www.lebenswendezeiten.de / Telefon 089 8503087, Bergmoserstr.5, 82131 Gauting  und    www.kommunikations-atelier.de,

Es gibt ein neues Bilder_Buchprojekt:  http://www.lebenswendezeiten.de/wordpressBLOG/   oder über Facebook https://www.facebook.com/HausserA

Geschwister. Liebe?

Geschwister. Liebe?

Dieses Bild habe ich für meinen Bruder gemacht. Er kann etwas anderes als ich und so konnte er mich unterstützen.  Ich kann Bilder gestalten und so habe ich mich in seine Vor-Lieben eingefühlt und unsere Verbundenheit bekräftigt und  3 Bilder für ihn gemacht.

Blutsverwandtschaft funktioniert konventionell eher auf der Ebene der (geglaubten) oder auch rechtlichen Verpflichtung. Ich habe 5 Geschwister. Mit meinen beiden jüngeren Geschwistern verbindet mich sowohl die genetische Gemeinsamkeit als auch ein Stück gemeinsamer Geschichte.

Ab einem bestimmten Alter spielt die Geistesverwandtschaft, die Wahlfamilie eine größere Rolle als die Herkunftsfamilie.  Ein langer Weg hat nun bewirkt, dass ich mit meinem Bruder beides beginne zu vereinen. Ich kann total die so vielfältigen Kompetenzen meines Bruders wertschätzen und sogar genießen.  Und er ist offener geworden für das, was mir wichtig ist.

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Auf eine schönere ART alt werden.

Auf eine schönere ART alt werden.

Wir werden hier nicht lebend wegkommen. Das ist gewiss.

JA ich möchte schon „IN FRIEDEN RUHEN“.

Ruhe ist ein tiefes Bedürfnis und Frieden auch.  Aber warum nicht schon vorher?

Schönheit. Eine weite Perspektive. Freundlichkeit mir selbst und anderen gegenüber.

Das Übungsfeld beim  ist weiterhin die weitere Perspektive.  Wie auch schon vorher.  Immer weniger Urteile, viel mehr Empathie. Kontinuierliche Selbstempathie als Lebenspraxis – das ist Aufgabe genug. Beitragen zum Frieden in mir und in meiner Umgebung.

Dann kann ich davon ausgehen, dass ich auf eine schönere ART alt werde.

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Eine schönere ART, alt zu werden.

Eine schönere ART, alt zu werden.

Wer länger leben will, wird alt. Das ist ein Gesetz.

Ich gehöre zur ersten Generation, die kollektiv ein Lebensalter erreichen könnte, was bisher noch nie da war.

Jeder kann älter werden, das erfordert weder ein bestimmtes Talent noch irgendeine Fähigkeit. Auf eine schönere Art, alt zu werden, setzt einiges voraus:  gesunde und kluge Verhaltensweisen.

Ich möchte zu jenen gehören, die stets die Möglichkeiten wahrnehmen, sich zu verändern, nichts zu bereuen – wenn dann trauern und bedauern, dass es sich nicht erfüllt hat. Es wird gesagt, dass Sterbende  für gewöhnlich nicht die Dinge bereuen, die sie getan haben, sondern viel mehr die Dinge, die sie nicht getan haben. „Die einzigen, die den Tod fürchten, sind die, die bereuen.“ (woher ich das Zitat habe? ich weiß es selbst nicht)

Wenn ich dem integralen Muster folgen will, bedeutet das Aufwachen – Aufwachsen – Aufräumen – Mich zeigen. Erwachsen werden ist eine Option.  Ich möchte auf eine schönere ART alt werden.

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Mut zur aufrichtigen Kommunikation?

Mut zur aufrichtigen Kommunikation?

Worte sind Ereignisse. Sie sind nicht materiell und doch machen und ändern sie Dinge. Worte transformieren den Sprecher und den Hörer. Worte  schicken Energie hin und her und verstärken sie.

Worte können entweder  Verständnis nähtrn  oder  die Emotion zurückgeben und sie verstärken.

„Jeder Akt der Kommunikation ist ein Akt von enormem Mut, in dem wir zwei parallele Möglichkeiten haben: die Möglichkeit, den Samen einer anderen Sichtweise in meinen Verstand oder den eines anderen  einzupflanzen und zu beobachten wie sie in eine atemberaubende Blume des gegenseitigen Verständnis heranblühen und die Möglichkeit des völligen Missverständnisses , reduziert auf vernichtendes Unkraut.“  (Ursula K. Le Guin – übersetzt von Anna).

Morgen, am 21.Juni ist das Kommunikations-Atelier in Gauting wieder geöffnet.  Wir üben uns im Mut zur aufrichtigen Kommunikation.

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Aufmerksamkeit.

Aufmerksamkeit.

Ganz da sein. Wach sein. Präsent sein im eigenen Körper. Sich selbst innen spüren und den Körper des anderen.  Dabei in Balance sein. Sich nicht verlieren im Anderen. Verbundenheit erleben.

Beim Contacttanzen gibt es für kurze Momente genau das. Die Aufmerksamkeit ist beweglich. Mal ist sie dem ganzen Raum gewidmet,  dann wieder klitzekleinen Ausschnitten dieses Raumes, den Abständen zwischen den Tänzerinnen und Tänzern.  Dann wieder ganz bei sich sein. Der wichtigste Körper ist der eigene. Er und der Boden ist immer da. Der Boden fängt dich immer auf.

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Contactimpro – was ist das denn?

Contactimpro – was ist das denn?

Mit dem Leben tanzen. MIt einem Fest am Montag ist unser Tanztheaterprojekt hier in Gauting zu Ende gegangen. Rechts und links unten habe ich auf einer früheren Collage Contactszenen eingefügt. Ich liebe das.

mit dem Leben tanzen 001

Ab morgen bin ich  wieder bei der  Contact-JAM in Innsbruck dabei.  Seit mehr als 15 Jahren praktiziere ich diese Tanzform. Gesehen habe ich staunden 2 Männer unglaublich harmonisch tanzend – aber improvisierend – bereits vor mehr als 30 Jahren in der Regensburger Traumfabrik gesehen.

Contact Improvisation ist eine postmoderne Tanzform, die sich anfangs der 70er Jahre in den USA entwickelt hat.  Steve Paxton, ein ehemaliger Cunnigham Tänzer, experimentierte mit der Dynamik zwischen zwei Tanzenden, wenn sie sich gegenseitig fangen, übereinander rollen oder hochheben. Da die Bewegung aus dem Moment der Beührung heraus in jedem Augenblick neu entsteht, die beiden Elemente Beührung und Improvisation dabei grundlegend sind, nannte er das Experiment 1972 Contact Improvisation.

Heute sind Elemente dieser avantgardistischen Tanzform in vielen modernen Tanzstücken zu sehen. Zugleich wird Contact Improvisation an sogenannten Jams (Improvisations-Treffen) lokal und überregional praktiziert. Weil der Tanz nach bestimmten Prinzipien der Schwerkraft immer wieder neu aus der konkreten Begegnung entsteht und keiner vorgegebenen Choreographie folgt, schafft er Brücken zwischen den unterschiedlichsten Menschen, mit den verschiedensten Köpern und Fähigkeiten.

Die Begründer von Contact Improvisation haben sich entschieden, diese Tanzform für eine breite Gemeinschaft von Tanzenden offen zu halten. Daher wurde Contact Improvisation nie institutionalisiert. Der Name ist nicht urheberrechtlich geschützt. Um so wichtiger wurden daher Möglichkeiten, Inhalte und Methoden dieser Tanzform zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Ich freu mich drauf.

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Den Schatten umarmen.

Dem Schatten leise die Hand hinhalten.

Ein Zyklus ist zu Ende. Nun gibt es wieder mehr Zeit und Raum für Schattenarbeit, die Innere Arbeit der Bewusstwerdung. Wenn es ein Ziel gibt, dann ist es:  ganz werden, die werden, die ich sein kann. Und es bedeutet, mich dafür zu öffnen, dass  ich Lichtaspekte und Schattenseiten meines Wesens habe. Wende ich mich ihnen zu, bin ich auf gutem Weg. Der Weg ist ja bekanntlich das Ziel.

Aus dem  Unbewusstsein bezüglich der eigenen Unterwelt die Bekanntschaft mit dem Schatten, der Doppelgängerin machen. Sich ihr annähern, sie einladen, sie lieben lernen.

Um ganz zu werden ist es essentiell, sich der eigenen Gefühle, Überzeugungen und Bedürfnisse bewusst  zu werden. Es geht ums wirklich Hinschauen, Fühlen und Akzeptieren. Zuerst ommt das „dem Schatten leise die Hand hinhalten“, dann das Akzeptieren oder gar Umarmen.

Und dann sein, mit dem, was da auftaucht. Auf der Körperebene und auf mentaler Ebene. Es ist leichter, das zu zweit zu machen. So bin ich dankbar, dass ich eine Coachingpartnerin habe: die GFK-Trainerin in der Schweiz, Uschi Kellenberger

Und dass es die Technik möglich macht, dass das auch auf weite Entfernungen hin möglich ist.

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Jedes Ende ist ein neuer Anfang

Jedes Ende ist ein neuer Anfang.

Wenn ich meine Liebe zum I Ging, zum Humandesignsystem belebe, dann erinnere ich: die beiden letzten Hexagramme 63 und 64 gehören „eigentlich“ nicht mehr zum Lebens-Programm, das die 64 Hexagramme abbilden. Das vorletzte Hexagramm 63  heißt „Nach der Vollendung“.  Das letzte Hexagramm  – 64 –  heißt „Vor der Vollendung“.  Die Überschrift im Rave I Ging lautet: „Jeder Übergang benötigt, wie eine Geburt, entschlossene Stärke für das Durchkommen“. Es lebe der Neuanfang!

Bezogen auf unser Alters-Kunstprojekt heißt das: Nach der wundervollen Nach(t)kritik und den persönlichen Feedbacks geht es jetzt   um das Eingliedern und Integrieren all der Erfahrungen in unserem Tanzprojekt – damit irgendetwas Neues entstehen kann.

Ich habe eine große Sehnsucht danach, an dem Ort, wo ich lebe in einem vielfältigen Miteinander kreativ zu sein.

Was wünschst du dir an dem Ort, wo du lebst?  Wo gestaltest du mit? Wo bist du aktiv und kreativ?

Nur Reden ist langweilig – für mich jedenfalls. Ich brauche ein gemeinsames Tun, ein gemeinsames Ziel. Eine Herausforderung.  Die Aussicht, dass uns beim nächsten Projekt vielleicht, vielleicht ein Filmteam begleitet……bringt meine Zellen zum brizzeln.

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Dem Wunder leise, wie einem Vogel die Hand hinhalten

Dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten.

„Ihr werdet so lange jung bleiben, solange ihr aufnahmebereit bleibt: empfänglich fürs Schöne, Gute und Große. Empfänglich für die Botschaften der Natur, der Mitmenschen, des Unfasslichen…“ Kaiser Marc Aurel schrieb einst „über das Jungsein“, was das Tanztheaterprojekt Nr. 3 und auch schon seine beiden Vorläufer 2014 und 2015 eindrucksvoll in die Tat umgesetzt haben – mit dem Untertitel „Nicht müde werden“ gelang Choreographin Bettina Fritsche, ihrer Assistentin Valerie Neher und den diesmal 20 Tänzerinnen und Tänzern „über 60“ nicht weniger als der Beweis der Aurel´schen Worte. Nach „Bewegtes Leben 2068“ und „Gratwanderer“ nun also Teil 3 einer nicht als solche geplanten Trilogie, die nun das vorläufige Ende einer Entwicklung markiert. War man bei Teil 1 und 2 „noch viel vom persönlichen Erleben und Empfinden ausgegangen“, so Fritsche, sollte es diesmal einen anderen Ansatz geben – nicht die Geschichten würden am Anfang stehen, „sondern die Musik, aus der die Geschichten wachsen“. Kompositionen des Louis XIV-Zeitgenossen Jean-Baptiste Lully und des Finnen Einojuhani Rautavaara waren die Ausgangspunkte für dieses Abenteuer: Formale Vorlagen, mit denen das Ensemble assoziativ umgehen und tänzerische Reibung erzeugen konnte: Als charmanter Gruß an die große Pina Bausch und ihren inspirierenden Einfluss wurde zu Beginn das berühmte „Dritter Mann“-Motiv des Zither-Spielers Anton Karas für einen „winkenden Einzug“ der Akteure genutzt, das machte schon mal Appetit auf mehr. Die höfische, menuettartige Musik Lullys diente dann als Blaupause für tänzerisches Hinterfragen von Rollenmustern und für tableau-artige Momente des Innehaltens: Wer zu Zeiten des Sonnenkönigs buchstäblich „aus der Reihe tanzte“, so könnte die Botschaft lauten, der musste sich vorsehen – Fritsches mutige Frauen und auch ein mutiger Mann zeigten immer wieder, dass man aus einem zeremoniellem Korsett auch mal ausbrechen kann und wie es aussieht, wenn man zu Spinett-Klängen „Freistil“-Bewegungen macht. Anarchie gegen Konvention, Individuum gegen Herdenzwang – erfrischend.
Dann die Kompositionen des stark an Naturklängen angelehnten „modernen“ Finnen Rautavaara: Plötzlich steht da ein „Wald“ aus Leibern auf der Bühne, wogt eine „Wiese“ sachte im Wind. Vogelgezwitscher, Flötentöne, ein atmender Organismus. Wie schon zur Musik von Lully wird der oder das Einzelne oder auch ein Paar in Beziehung gesetzt zum Ganzen, zum „Ensemble“: Leben wird mit Tod konfrontiert, Erblühen mit Verhüllung, kollektive Gefühle sichtbar gemacht, aber auch die Mechanismen der Gruppe – Empathie, Kontrolle, Ängste, Geschlossenheit. Fritsches Choreographie und ihre Tänzer erschaffen bewegte Bilder, die haften bleiben. Bilder, die zu erschaffen es einigen Mut und auch Grenzüberschreitungen brauchte – und so wird nicht nur das Aurel-Wort zur zeitlos gültigen Wahrheit, sondern auch die weise Ermutigung einer Hilde Domin: „Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten…“ Tosender Applaus für das dritte und leider wohl auch letzte Mirakel des Tanzprojekts, das am Sonntag, 12.Juni, 17 Uhr, noch einmal zu erleben ist.

Thomas Lochte, 12.06.2016

Nun denn….wieder und wieder: Dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten.