Selbststeuerung N° 3

Buchbesprechung:  SELBSTSTEUERUNG von Joachim Bauer (München 2015). 

Bauer s Buch ist ein Aufruf, der Selbststeuerung wieder große Bedeutung zu geben. Die Stärke und Dominanz des Top-down-Systems  über  das Bottom-up-System der Instinkte, Affekt und Impulse ermöglicht sie. Er bekräftigt und ermutigt alle Bemühungen um die gesunde Entwicklung eines Selbst, von Selbst-Bewusstheit, Selbststeuerung und Selbsterziehung, da  unsere auf Autopilot fahrenden Verhaltensweisen kurzsichtig und fehleranfällig sind. Die eigenen Impulse kontrollieren und vorübergehende Anstrengungen auf sich nehmen zu können,  sei nicht nur die unabdingbare Voraussetzung für langfristige persönliche Erfolge und gute soziale Beziehungen. Die Fähigkeit zur Selbststeuerung und liebevolle Impulskontrolle schütze auch die Gesundheit auf allen Ebenen des Menschseins (Kap 5, S. 113ff). Anstatt reaktiv den Reizen der Außenwelt zu folgen, sollten wir bewusster werden und warten können. Hier auf den  freien Willen zu bauen,  ist empfehlenswert und bedeutet vor allem Eigenverantwortung.  Stärkung der Selbststeuerung unterstützt meiner Meinung nach auch ein auch sehr altes Grundbedürfnis, das nach Selbstwirksamkeit. Wir wollen uns  nicht ohnmächtig/machtlos fühlen,  sondern wollen  Mit- und Selbstbestimmung, Kontrolle über unser eigenes Leben.

Der Untertitel „Die Wiederentdeckung des freien Willens“ lässt mich jedoch erstaunt innehalten. Das Thema des freien Willens ist wie ein Stich in ein uraltes  philosophisches  Wespennest – gleichwohl verwendet Bauer nicht einmal 2 Seiten auf dieses Thema.  Eine endgültige Antwort auf diese Frage wird es m.E. vielleicht nie geben.  Und doch sehnen sich alle Menschen danach, frei zu sein: frei sein von sämtlichen Behinderungen und Hindernissen,  sie  selbst wollen „es“ gewollt haben. Und da schon stellt sich eine erste Frage: wollen wir das auch bei den Dingen, die misslungen sind?  Zudem spüren und wissen die meisten, wie dünn die zivilisatorische Zähmung, die dünne Schicht des Neocortex mit seinem rationalen, abwägenden Denken  ist.  Wie schnell übernimmt in Krisen und Kriegszeiten das so viel ältere Stammhirn die Steuerung,  wie schlagartig kommt der Instinkt wieder hoch, weil Hypothalamus und  Amygdala regieren.   

Es gibt so viele „Mechanismen, welche die Selbstkontrolle von Menschen stören und ihren freien Willen beeinflussen können“( S. 109).  Wir kommen nicht als leeres, frei zu beschreibendes  Blatt auf die Welt. Es gibt genetische Prägungen/Voreinstellungen  durch unsere  Ahnen.  Dazu kommt besonders bei uns Menschen als soziale Frühgeburten, dass wir erst im Laufe der psychischen Entwicklung durch unsere Interaktion mit der Umwelt zu dem/der werden, die wir sind. Von Zeugung an prägen die uns umgebenden Beziehungen unsere Sicht der Welt und damit unser Handeln.  Soziale Erfahrungen formen uns, unser Gehirn. Das Statement Bauers gefällt mir: aus Psychologie wird Biologie.  Im Frontalhirn entsteht die Fähigkeit, Folgen unserer Handlungen zu antizipieren und sie damit bewusst zu tätigen oder zu unterlassen. Genau das unterscheidet uns Menschen von „anderen Tieren“.

Ich teile Bauers These „Wie wir uns verhalten, bestimmen wir im Wesentlichen selbst“ nur teilweise.  Ja, die Potentiale menschlicher Selbststeuerung sind nicht ausgeschöpft. Wir können im Hinblick auf die Ausweitung unserer Perspektive, unserer Bewusstheit und unserer Kommunikationsfähigkeiten wachsen und mehr und mehr danach leben.

Dass das Steuerungszentrum das Stirnhirn ist, mag  in gesunden Gesellschaften viel wahrscheinlicher sein.  Wir sind jedoch m.E. in einer absolut ungesunden Gesellschaft.  Jene Strukturen im Gehirn, die bestimmen ob etwas „Stress“ ist oder nicht,  sind dem Bewusstsein völlig unzugänglich  und operieren nur auf Basis vorhergehender Erfahrung. Neben der Frage nach dem Nicht-Bewussten stellt sich noch die nach der Individualität.  Nur ein Beispiel aus den vielen individuellen Unterschieden: w i e  ein Adrenalinschub vom Individuum interpretiert wird, kann er/sie nicht bewusst steuern; er kann anregen und das persönliche Denken, die eigene Kreativität fördern oder auch völlig blockieren.

Bauers Buch bietet genug  persönliche Anregung, etwas zu ändern,   um der/die zu werden, die man wirklich sein mag.  Sein Buch ergreift Partei für Mit-Verantwortung in der Gesellschaft, bezüglich Medien und  respektvoller Kommunikation.  Für mich bleibt die Frage nach dem freien Willen, „kann man wollen, was man will“ weiterhin eine offene Frage.  Dazu kommt, dass in den meisten spirituellen Traditionen der Welt vor der Dominanz des Verstandes gewarnt wird.

 

Respektvolle verbale und nonverbale Kommunikation lässt eine völlig andere Gehirnstruktur entstehen. Ich bin total dankbar für das, was mir durch die GFK als evolutionäre  spirituelle Praxis gegeben wurde.  Bei der Aufgabe, mich selbst zu kennen und zu erfahren, wie  und wo ich als fraktaler Teil  ins größere Ganze passe,  lasse ich mich vom 5000 Jahre alten I  Ging  und dem Humandesign System (HD) führen. das die Welt als Tanz zwischen Yin und Yang, zwischen Konstanz und Wandel beschreibt.

Vor diesem Lebenscode gehe ich in die Knie, werde demütig. Und das ermöglicht Hingabe an etwas Größeres, an das Leben.

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Inspiration & Impulse Juli 2017

Zitat des Monats über den den neuen Reichtum  Erfolg, Wohlstand und Coolness. 
Selbststeuerung & freier Wille.

Fülle an Funken – funkelnde Fülle.

Wer steuert Dein Leben?

Ich verfasse gerade für die GFK Zeitschrift Empathikon eine Besprechung des Buches SELBSTSTEUERUNG von Joachim Bauer.  Seinen Vortrag in Stuttgart und auch das Nachhören einiger anderer Vorträge auf youtube habe ich genossen und als sehr bereichernd empfunden. Der Untertitel „Die Wiederentdeckung des freien Willens“ lässt mich doch erstaunt innehalten. Das Thema des freien Willen ist wie ein Stich in ein uraltes, v.a. philosophisches Wespennest.  Eine endgültige Antwort auf diese Frage gibt es m.E. noch nicht und wird es vielleicht auch nie geben – gleichwohl sich  Menschen nach diesem sehnen: alle wollen frei sein von sämtlichen Behinderungen und Hindernissen,  sie  selbst wollen „es“ gewollt haben. Und da stellt sich schon die Frage: auch bei den Dingen, die schief gelaufen sind? 

Fülle an Inspirationsfunken und Anregungen, die du nehmen kannst oder auch nicht. 

 

Vielleicht seid ihr Heini Staudinger schon irgendwo begegnet, habt von ihm gehört, in einem GEA-Laden gekauft.  Sein Lebensmotto „wählen wir den Dialog und fürchte dich nicht“ gefällt mir wegen der Nähe zur GFK natürlich. Seine Firmengrundsätze und sein Erfolg mögen ansteckend sein, denn „der Wandel wird ned kommen, wenn wir ihn nicht angehn…“    

 „Lebe ich wirklich das Leben, das zu mir passt?“ Remo H. Largo s  Buch „Das passende Leben“ stellt für mich eine Brücke zwischen  der Gewaltfreien Kommunikation und dem Humandesign dar.   Der engagierte Arzt und Entwicklungsforscher unterscheidet 6 Grundbedürfnisse und 8 Kompetenzen, die individuell gewichtet sind und so unsere Einmaligkeit formen.  

 

Wenn Gesundheit der neue Wohlstand ist, darf  das neue Buch  “ Wunder wirken Wunder“ von Eckart von Hirschhausen nicht fehlen.   Wie sich Medizin, Magie, spiraldynamics und Lachen entspannt  und heilsam verbinden lassen zu lesen lohnt. 

Und wieder stelle ich die Frage: Folgst du deiner Sehnsucht nach Verbundenheit und Wertschätzung deiner Einmaligkeit? Was alles ist bei Dir  möglich? Ich trage gern mit meinem Wissen und meiner Erfahrung dazu bei.
 

Erkenne dich, werde sichtbar und erlebbar in deiner Einmaligkeit.  Es geht darum, ganz DU selbst zu sein. 

Sommergruesse  und ein Lächeln von  

Anna Haußer, Humandesign integral – Humandesignlehrerin  + integraler Coach. Telefon 089 8503087, Bergmoserstr.5, 82131 Gauting.  www.lebenswendezeiten.de  und    www.kommunikations-atelier.de,http://www.lebenswendezeiten.de/wordpressBLOG/   oder über Facebook https://www.facebook.com/HausserA

Gast auf der Erde.

 

Beim monatlichen Rohkost-Treffen lasse ich mich inspirieren, lerne dazu. Gleichwohl weiß ich, dass ich den Weg der Mitte gehen möchte: keine Extreme, sondern das für mich Richtige.
Ein Mann dort hatte ein T-shirt mit der Aufschrift „Gast auf Erden“ an. Der Spruch, den ich dazu erinnere ist: „Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh, mit mancherlei Beschwerden der ewgen Heimat zu“.

Ein Glaubenssatz, der das Leben selbst nicht so wertschätzt wie „die ewige Heimat“! Das respektvolle Gästebewusstsein gefällt mir jedoch sehr. Ruhe, Vertrauen und Würde mögen meine Begleiterinnen auf meiner – und jeder – Lebensreise sein.

 

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Was ist eigentlich das Humandesign? Essay N° 4

Wichtige Bedürfnisse, die das Humandesign erfüllen kann. 

Wenn ich Lebensenergie und Lebenszeit in etwas  hineingebe, lohnt es sich durchaus, mich zu fragen, welche Bedürfnisse dadurch erfüllt werden.   Durch das erstaunte Fragen von Freund*innen bin ich fast dazu gezwungen – und es hilft mir tatsächlich, indem es mich stärkt. Ja, es ist „meines“, für mich lohnt es sich!  Gleichzeitig bin ich ja eine Wegbegleiterin und Lehrerin und das nächste erfüllte Bedürfnis ist:  ich kann mit dem, was ich kann und weiß Anderen dienlich sein. Ich kann beitragen.

Zuallererst erfüllt es  das Bedürfnis nach Verstehen und Orientierung.  Sich selbst und die eigene „Flugbahn“ zu verstehen sehe ich als grundlegend an, nachdem grundlegende physiologische Bedürfnisse erfüllt sind.  Darin enthalten sind als weitere Individualbedürfnisse das nach Weiterentwicklung/Wachstum bis hin zu „Selbstverwirklichung“ – ein großer,anspruchsvoller Begriff, ebenso wie auch Potentialentfaltung.  Und ja, im Samen einer Buchecker ist die ganze Buche drin. Wie würde eine Kathedrale ohne vorherigen Bauplan gebaut werden?

Deine und meine Einmaligkeit besteht ja darin, wo ich wir uns  unterscheiden Alles, was in Dir und mir einzigartig ist, ist ja das, wo wir  nicht wie alle sind  und auch nie sein können. Es ist sicher  viel viel mehr möglich. Aber nicht alles. Epigenetik hin oder her: du kannst in dieser Lebensspanne keine 3 m groß werden. 

So erfüllt es zutiefst das Bedürfnis nach Orientierung,  seinen stimmigen Platz zu finden und auszufüllen. Ein bis dahin gewordenes Original – das bis zum Lebensende die Möglichkeit hat, als das in Erscheinung zu treten und zu wirken, wie er/sie „gedacht“ ist.  Wie ich schon in einem früheren Beitrag  geschrieben habe – und das ist wirklich nicht meine eigene Idee – beginnt alles als Idee. Alles hat einen Plan, eine Ordnung, einen Entwicklungszyklus. 

Und das HD kann aufzeigen, was angelegt ist und was offen ist.  Das hilft enorm weiter. Akzeptanz als eine wichtige Stufe zu Selbstliebe.  Wenn im letzten Jahrzehnt manche Ratschläge lauteten „höre  auf deinen Bauch, folge deinen Gefühlen, vertraue auf deine Impulse“, dann kann  das HD   aufgrund  der Analyse der individuellen Körpergrafik  einen  sehr viel präziseren individuellen inneren Kompass anbieten:    ein  inneres Navi, das  das rationale, abwägende Denken  nicht ersetzen soll, aber jenseits der  unvermeidlichen Konditionierung  liegt.   

Was ist eigentlich das Humandesign? Essay N° 5 kommt….irgendwann,  vielleicht.

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Was ist eigentlich das Humandesign? Essay N° 3

 

Die letzten beiden Essays widmeten sich der 5000 Jahre alten Philosophie  des I Ging, die die Grundlage des HD bildet.  Bezüge lassen sich sowohl zum Buddhismus und zur tibetischen Philosophie herstellen.

Ich bin immer wieder neu fasziniert und dankbar, dass mir solches Verstehen zur Verfügung gestellt wird.  Die Sehnsucht danach  kenne ich seit meiner Pubertät. Ich war ein H.Hesse-Fan, habe das Glasperlenspiel gelesen – und nicht wirklich verstanden. Seit meiner Studentenzeit steht R. Wilhelms I Ging in meinem Bücherregal. Es blieb –  nicht wirklich verstanden – und erst durch das HD eröffnete sich mir seine Bedeutung und sein Wert.

Das HD erfüllt mir gleichzeitig auch  noch  andere Bedürfnisse.  So  mag ich jetzt beginnnen, die praktische Seite des HD zu beschreiben. Dabei  geht es um Selbsterkenntnis. Jeder Mensch ist einmalig und  trägt von Geburt an eine einzigartige Codierung in sich, eine Grundstruktur des Selbst. Das Leben ist auf die Entfaltung dieser angeborenen Potenziale ausgerichtet (hier  baue ich gleich eine Brücke zur GFK und Carl Rogers, der einer der Lehrer Marshall Rosenbergs war). Die integrale Version des HD beschreibt 3 Frequenzbänder, wie die Talente ausgelebt werden können – was auf Bewusstseinsevolution und Epigenetik hinweist.  

Das HD stellt die individuellen genetischen Vor-Einstellungen in einer Körpergrafik dar und beschreibt die Grundelemente und -themen dieses Menschen auf allen 3 Ebenen, Geist, Emotion und Körper in einfachen Schlüsselbegriffen,   ähnlich dem Bauplan eines Hauses, einer Landkarte oder einer Orgel.  Die Körpergrafik ist das Gesamtbild des einzigartigen Typs, den dieser Mensch verkörpert. Wie sie sich ausdrücken, hängt ein Stück davon ab, welche formenden Lebenserfahrungen gemacht worden sind  und vor allem davon, welche innere Lebenshaltung, welcher Lebensstil gelebt wird

Die Körpergrafik ist eine visuelle, das Reading eine akustische Orientierungshilfe für die Entdeckung der genuinen Talente und AufGaben, wodurch das wichtigste Bedürfnis erfüllt werden kann –  nach dem von Sicherheit und Schutz der Existenz –  ein sinn- und bedeutungsvolles Leben leben.

Was ist eigentlich Humandesign?  Essay N° 4  folgt.

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Was ist eigentlich das Human Design System? Essay N° 2

 

Nach der Frage im integralen Forum bei Facebook und dem Austauschen der Argumente  habe ich mich erneut mit dem Buch „Verborgener Schlüssel zum Leben“ von Martin Schönberger  beschäftigt. Ich bin längst nicht mehr dieselbe  wie jene Anna, die zu Beginn ihrer Entdeckung des Humandesigns alle Bücher gelesen hat, die mehr zum Verständnis beitragen konnten. Nun freue ich mich über die Info als ob ich s das erste Mal lesen würde.  Von Jean Gebser z.B. hatte ich damals noch nie gehört, von Fritz Popp schon.  Dessen These ist, dass die DNA ein universelles Kommunikationssystem der Zellen aus Schall- und Lichtwellen darstellt: „UV-Biosignale reiten auf den Spiralen der DNS, aktivieren bestimmte Codons“.

In seinem Vorwort zur 2. Auflage schreibt M. Schönberger, dass  zur Erfassung der vollen Realität nur eine permanente Vergegenwärtigung des lebendigen Zugleichseins der DNS als Codon-Psychon-Somaton, also von Information (Geist) und zeitlichem Ablauf als psychisches Äquivalent, der Energie („Psychon“) und Materie (Leib, Somaton). „Dies fordert die Überwindung des 2500 Jahre dominierenden rationalen Denkens durch ein neues polar-integrierendes Bewusstsein. Dieses polare Denken und Bewusstsein findet ein vollkommenes, der geistig-seelisch-körperlichen Realität exakt entsprechendes Vor-Bild im Weltsystem des I Ging.“ (S.10)

Popp schrieb ihm „er halte seine Hypothese  (eines einheitlichen Codesystems  für Geist, Psyche, Soma) schon deswegen  für wahrscheinlich, weil die Natur immer den energiesparendsten Weg gehe. Diese Energieoptimierung sei durch ein- und dasselbe 64-Triplett-System auf den Etagen der Information (Geist) und Materie (Leib) gegeben.

Aus dem Internet habe ich die Grafik aus der klassischen Biologie:

Der genetische Code besteht aus 4 verschiedenen Basen und für 20 Aminosäuren + Startcodon und Stopcodons müssen 3 Basen Basentripletts kodieren.  4³ = 64.

Das Startcodon im Rave I Ging (die Anwendung des I Ging fürs Humandesign) ist das Hexagramm 41, das  Methionin codiert.

Die Leistung des HD besteht auch darin, die scheinbar unverbundenen Codons in Schaltkreise zu bündeln. Damit ergibt sich wieder eine völlig neue Perspektive. Es gibt z.B. individuelle und kollektive Schaltkreise. Und eine Körpergrafik, deren Schwerpunkt im Kollektiven liegt, sagt etwas anderes über den Menschen, seine Talente und Lebensaufgabe aus,  als eine mit Schwerpunkt im Individuellen.

Eine mögliche Sichtweise der Körpergrafik kann auch sein, sie  als Abbild der Schaltkreise des Gehirns zu sehen: Stammhirn, emotionales Gehirn/limbisches System und Neocortex.

Diese „Bioklaviatur des Lebens“, wie es E. Chargaff, dem eigentlichen Entdecker der DNS  bezeichnet, wird ….bespielt von Schwingungen….analog dem Welle-Korpuskel-Aspekt des Lichts“ (Schönberger S. 11).

Für mein Buch habe ich viele Collagen gemacht, die das HD bildhaft verständlich machen sollten. Eines davon ist die Idee der kreisförmigen Klaviatur. JedeR ist eine genetische einzigartige Komposition. Wir tragen eine Grundmelodie als Programmierung unseres individuellen Lebensprozesses in uns.  Bespielt werden wir aber auch von außen durch Konditionierung.  Beides ergibt den ganz individuellen Lebensweg.

Mein zweiter Versuch, Klarheit in die Frage zu bringen: „Was ist eigentlich das Human Design System?“  

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Was ist eigentlich das Human Design System? Essay N° 1

In der Facebook-Gruppe „Integrales Forum“ wurde die Frage gestellt: Kennt das jemand von Euch? Soll die Synthese aus altem Wissen (bspw. Astrologie) und neuem Wissen (bspw. Genetik) sein. Was ist davon zu halten?

Da ich das Human Design System seit 2002  kenne und gut ausgebildet bin, habe ich mich wieder einmal hingesetzt und versucht, es sowohl umfassend als auch so einfach wie möglich zu  beschreiben: 

Die Basis der Humandesigns  ist das mehr als 3000 Jahre alte I Ging mit seinen 64 Hexagrammen. Es gibt die These, dass sich Ordnung, Schönheit und Komplexität des Kosmos in Zahlen ausdrücken lässt.  Ausgangspunkt ist der polare Tanz zwischen Yin und Yang, aus dem alles entsteht. Ich bin keine Mathematikerin. Die Zahl 64 scheint wohl die kleinstmögliche Größe zu sein, um Komplexität abzubilden. Sie erscheint in der Musik, der Genetik, dem Schachbrett,  dem Motherboard eines modernen PC s und vielem mehr.

 

Diese 64 Hexagramme sind um den Tierkreis gelegt, um die kosmische Ordnung abzubilden. Die arabischen Zahlen erscheinen willkürlich. Wenn man die Hexagramme der 4 Viertel jedoch genauer betrachtet, bilden sie Perfektion und Schönheit der 8 Speichen des Lebensrades ab mit dem Selbst als Achse.

Mich haben schon vor mehr als 30 Jahren J. E. Behrendts Sendungen „Nada Brahma, die Welt ist Klang“ fasziniert. So kann ich entspannt sagen: Das Universum ist Energie und Information. Das Humandesign System postuliert, eine Wissenschaft der Differenzierung zu sein. Es ist ein völlig logisches System, das die Prinzipien des I Ging, der Astrologie, der Kabbala, des Hindu-Brahmanischen Chakrasystems und der Quantenphysik in eine Synthese bringt.    

Ich bin integral informiert und möchte auf Phänomene des linken Quadranten hinweisen.  Mystische  Erfahrungen lassen sich empirisch und objektiv nicht beweisen. Bewusstseinsevolution ereignet sich durch z.B. durch subjektive Lebenserfahrung, Erkenntnisschübe, mutative Sprünge, dialogischen Austausch,  bewusstseinserweiternde Substanzen und auch mystische Erfahrungen.

Die Körpergrafik bildet das individuelle multidimensionale Muster ab,  das jede/jeder in einem  holografischen Universum ist.  Grundlegend ist die Betrachtungsweise, dass wir Bewusstheit in menschlicher Form sind, also verkörperter Geist.  Weil die Körpergrafik  vielen Interessierten so „technisch“ und kalt erscheint, habe ich vor Jahren (m)eine künstlerische Ausdrucksform gefunden (Bild re).

Auf subatomarer Ebene werden Neutrinos als Übermittler von Informationen gesehen, da sie – wenn auch minimal – Masse haben. Im Gegensatz bzw. in Erweiterung der Astrologie behauptet das Human DesignSystems  (HD), dass wir individuell Information filtern und wie wir vom kosmischen Feld geprägt/beeinflusst werden.   Jeder Mensch trägt von Geburt an eine einzigartige Codierung in sich, eine Grundstruktur des Selbst. Das Leben ist auf die Entfaltung dieser angeborenen Potenziale ausgerichtet. Das „klassische“ HD betrachtet die genetische Programmierung auf der körperlichen und der Seelen/Bewusstseinsebene und die viel größere Offenheit, d.h. Konditionierbarkeit und gibt individuelle Information über die Fallen des Nichtselbst.

Richard Rudd s „Genschlüssel“ basieren auf dem Wissen des HD. Er postuliert, dass die 64 Genekeys/=Hexagramme das Alphabet, die sprachliche Landkarte der Matrix des Lebens darstellen.  Mich hat die integrale Herangehensweise fasziniert:  er unterscheidet 3 Frequenzbänder des Ausdrucks jeden Genschlüssels..  Mögliche Ausdrucksformen sind Schattenfrequenzen (Opfertendenz), die Gabenfrequenz (kreativer Genius) und die  Siddhifrequenz (Divine Essenz).

Was ist eigentlich Humandesign Integral?

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Empathisches Counseling 1

Wir sind gestartet. Eine gemeinsame Reise wird es sein – über fast ein Jahr hinweg.

Wieder erstaunt mich, wie geschwind  Verbundenheit in der Gruppe entstehen kann.  Und dann doch wieder nicht, es geht ja um Empathie, Vertrauen, Entwicklung  und Wertschätzung.

Aus der Seminarankündigung Empathisches Counseling. Ausbildung in GEWALTFREIER KOMMUNIKATION nach Dr. Marshall B. Rosenberg «Empathie – die Brücke zum Herzen» Empathie oder Einfühlungsvermögen ist die Fähigkeit, einen bewertungsfreien Rahmen zu halten, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und ihre Gefühle und Gedankengänge als Beteiligter nachzuempfinden. Empathie ist die Essenz der Gewaltfreien Kommunikation und bedeutet, vollkommen präsent zu sein im Hier und Jetzt mit einer annehmenden und wertschätzenden Offenheit, die beim anderen ankommt.“ Uschi Kellenberger 

Für mich hat sich eine Sehnsucht erfüllt. Ich darf mein Wissen und meine Erfahrung weitergeben. Ich darf beitragen zur Fülle eines wertvollen Jahrestrainings – mit mehr als Marshalls Liedern.

Empathisches Counseling 

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Mein Leben heute – ein bisschen was dazu gelernt.

 

Ich warte nicht länger auf eine besondere Gelegenheit; ich habe manchmal wunderschöne und manchmal einfach nur gemütliche Klamotten – an ganz normalen Tagen.

Ich warte nicht länger darauf, dass ich putzen „muss“. Ich mache manchmal für mich und meine Gäste meine Wohnung schön und genieße das.

Ich warte nicht länger darauf, dass mich alle verstehen. Ich freue mich, wenn ich verstanden werde.

Ich warte nicht mehr darauf, auf einen anderen Weg zu kommen. Ich bin schon auf meinem.

Ich warte nicht mehr auf die richtige Zeit. Die Zeit ist jetzt. Nicht-perfekt-sein ist jetzt und immer.

Ich warte nicht länger auf den Freund, der mich vollenden wird. Ich bin dankbar, mich verbunden zu fühlen und manchmal ganz nah zu sein.

Ich warte nicht länger auf einen ruhigen Moment; ich kann mich selbst beruhigen.

Ich warte nicht länger darauf, dass die Welt in Frieden ist. Ich trage durch meine Praxis der Gewaltfreien Kommunikation zu meinem inneren Frieden bei.

Ich warte nicht mehr darauf, etwas Großartiges zu tun. Ich bin wach genug, weiter zu lernen, zu wachsen. „Meines“ zu tun und zu tragen, reicht.

Ich warte nicht mehr darauf, anerkannt zu werden. ich freue mich, gesehen und gehört zu werden,

Ich achte auf meine Grenzen. Und möchte gleichzeitig darüber hinaus.

 

Meine Einmaligkeit zu leben ist eine Herausforderung – wie für alle. Sie hält  mich – wie alle – auf Trab.

Mein Leben heute – ich habe ein bisschen was dazu gelernt.

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Selbststeuerung N° 2

Wer steuert?  

Diese Frage hat viele Ebenen und viele sehr verschiedene, auch umstrittene Antworten.  Joachim Bauer hat ein Plädoyer für „die Wiederentdeckung des freien Willens“ geschrieben.  Es ist der Untertitel seines Buches. 

Vor einer Selbst-Steuerung braucht es ein Selbst,  eine Identität. Jedes Lebewesen muss eine Art  Ich-Empfindung haben, sonst ist Überleben nicht möglich.  Eindringendes und gefährliches Nicht-Ich muss vernichtet werden, die Existenz und der Lebensraum verteidigt werden. jedes Eichhörnchen weiß um (fast) alle Verstecke für seinen Wintervorrat, die es selbst angelegt hat. 

Im  völlig abhängigen menschlichen Säugling formt sich ein ICH optimal, wenn er in den ersten 12-18 Monaten  eine dyadische Resonanz mit der Mutter oder einer anderen Bezugsperson erlebt (dazu mehr in dem Vortrag  Joachim Bauers  „warum ich fühle, was du fühlst“). Der Preis dafür ist gleichzeitig auch die Trennung,  das Herausgeworfen-werden aus dem Paradies der Einheit. Wir alle leben in der Illusion der Getrenntheit. Und auch das hat wohl eine Funktion: wir müssen unsere eigenen Erfahrungen machen, unsere evolutionäre AufGabe erfüllen und unsere einzigartige Perspektive hinzufügen.

Heute hat mein Buddy Flo   (Florian Gassmann) einen schönen Satz gesagt: „jede Seele hat ihre  eigene Uhr und ihren eigenen Kompass“ .

Wie viel  reale Selbststeuerung  haben wir?

Selbststeuerung N° 3 folgt allzugleich 

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Selbststeuerung N° 1

 

Durch seinem Vortrag   auf  der  Fachverbandstagung in Stuttgart habe ich Joachim Bauer wieder-entdeckt.  Ich lese gerade einige seiner bisherigen Bücher ein zweites Mal und sein neuestes „Selbststeuerung“  erstmals.  Ich freue mich über  eine neue Lernkurve und ein erneutes Beschäftigen mit der Frage nach der Identität.  Vor allen Dingen auch, weil ich das in den ersten Block der Counseling-Ausbildung in der empathie-werkstatt am nächsten Wochenende einbringen kann. 

Die Aufforderung „Erkenne Dich selbst“  des Orakels von Delphi ist eine uralte und auch wohl lebenslange Frage.  Identität ist de Frage „Wer bin ich?“ und was macht mich aus?   Neben dem theoretischen update beschäftige ich mich weiter künstlerisch mit meinem Portrait und beginne mich dabei, meinem wahren Alter zu nähern.  Mein erster malerischer Versuch.

 

Nun bin ich also 65 –  das Fest ist vorbei und dieses Feedback hat mich am meisten gefreut: „was für ein so schönes Fest, das wir gestern mit und um dich gefeiert haben! Du hast wirklich die Fähigkeit, ganz besondere „Räume“ zu schaffen, in denen Begegnung und Berührung, Freude und Genuss, Spaß und auch Ernst ganz nahe beieinander liegen + auftauchen können….+ das mitten in Gauting, was ich auch oft von einer so ganz anderen Seite erlebe…Vielen Dank !!!!Dir heute einen schönen Nachklang, alles Liebe…..“

 Selbststeuerung N° 1 –  die N°2 folgt sobald.

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Rückblick in Zeichnungen N° 14

 

In der Zeit, als ich geboren wurde, waren Fotos eine Rarität.  Zeitgemäss und der sozialen Schicht entsprechend, in der ich aufwuchs. Es gibt ein Familienbild, in der ich als Baby im Arm der Großmutter Anna  – und die Urgroßmutter Anna Weishaupt war noch dabei. Sie starb ein paar Wochen später.  Ihnen zuliebe wurde ich wohl doch Anna genannt und nicht Martha, wie in Sütterlin-Schrift auf der Glückwunschkarte an meinen Vater zu lesen war. Anna Maria Martha. Sehr katholisch. Die Namenstage waren bedeutsamer als der Geburtstag.

An der Zeichnung mit der vermutlich 2-3-jährigen habe ich mich zweimal versucht. Hier habe ich einige wenige Erinnerungen – v.a. an das  wunderbar weiche, weiße Jäckchen, das ich trug.

 

 

Wie viele Kinder damals sollten wir es besser haben als die Eltern. Ich rechne es meinem Vater hoch an, dass er keinen Unterschied gemacht hat und allen die Möglichkeit eröffnet hat, aufs Gymnasium zu gehen. Dank Sputnik-Schock,  Bafög ab der Oberstufe und Ferienjob war das möglich.

Rückblick in Zeichnungen  – eine Möglichkeit zu reflektieren, besser zu verstehen und sich mehr lieben zu können.  Lachen auch.

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