Ein August-Sonntag im Englischen Garten

Dank den „urban sketchers munich“ war ich informiert über die besondere, für mich auch ein wenig „schräge“ Veranstaltung. Also bin ich am frühen Nachmittag mit Auto und dem Radl hinten drauf nach Schwabing gefahren und von der Uni aus weiter mit dem Fahrrad zum Monopteros. Die beiden Stunden habe ich wirklich genossen. Eine wunderbare, friedliche Atmosphäre im englischen Garten, Volleyballspiele, Menschen in kleinen Gruppen, Paare und Einzelne lesend oder einfach die Sonne genießend. Dann sah ich eine zeitlang von Ferne ca. 50 Menschen in wechselnden Yogapositionen. Der Zeichnen-Anlass waren die Männer und Frauen in Kostümen des „Viktorianischen Frühstücks“. Bald jedoch zog mich die so lebendige, coole, kraftvolle Trommlergruppe auf der anderen Seite mehr an.

Schnell zeichnen, weil sich die Menschen bewegen. Zeichnerisch ist es sowieso immer wieder eine Herausforderung: die Begegnung mit der eigenen Unzulänglichkeit, den Moment zu erfassen und mit ein paar Strichen eine Geste, eine interessante Gestalt aufs Papier zu bringen – und dabei entspannt zu sein. Bei solchen Gelegenheiten schauen ja so einige ungeniert ins Skizzenbuch. Aber indem ich mich traue, lerne ich dazu – wenn ich nix täte, würde ich zwar Fehler vermeiden, aber auch nichts dazulernen.

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