Nein, ich bin keine Heldin!

Ich bin keine Heldin!

Nein, ich bin keine Heldin. Ich kann an so etwas wie  den Parolympics nicht teilnehmen. Meine physische   Beeinträchtigung  ist nicht sichtbar und dennoch da.  Seit 40 Jahren lebe ich mit Depressionen. Zu überleben,  immer wieder neu beginnen  und zu wachsen –  das war und ist meine Heldenreise.  Mögen meine Erfahrungen anderen Mut und Hoffnung geben.

Gebrochen und doch ganzMein gelebtes und mein ungelebtes Leben.

Ja, ich wurde gebeutelt und  geknickt. Ja, ich habe mich für etwas eingesetzt und bin gereift. 40 Jahre lang „Episoden“  von  „Major Depression“  zu durchleben, das prägt.

Vor einem Jahr, im Sommer 2015 habe ich erneut  mit dem Drachen Depression gekämpft. Am 29. 12. 2015 – dem 8. Tag in Freiheit, ohne Zwangsgedanken und Angst –  sah ich Veits Post:

Train your mind

Darauf habe ich mit  einer Mail an ihn reagiert: „Wenn es mir nicht gelungen ist, diese Achtsamkeit zu leben…. .. …..bin ich schuld? Bin ich unfähig? Wollte ich nicht? Wo ist die Grenze zwischen gesund und krank? Das große Paradox des freien Willens – was ist damit?  Wenn das, was du schreibst stimmte, wäre ich heute tot“.

Wenig später habe ich von ihm die Einladung erhalten:  „Wenn  der Compassioner steht und du den Ruf verspürst, dort über Depressionen zu schreiben, kannst du mir gern ein Zeichen geben.“

Individuelle Erfahrungen sind auch  für das Kollektiv da.

Meine  Erfahrungen  sind subjektiv und doch  möchte ich, dass meine Erfahrungen anderen dienen.  Letztlich funktioniert ja Evolution genau so: für den, der den giftigen Pilz als Erster isst, ist es tödlich –  für die Nachfolgenden nützlich.  Die Krankheit Depression ist der Menschheit lange bekannt, war immer auch Aufgabe von Heilern und  Thema in der Kunst. Es gibt höchst unterschiedliche Erklärungsansätze, je nachdem aus welcher Perspektive man schaut. Neu und erschreckend allerdings ist die enorme Zunahme von Depressionen in westlichen Kulturen.

Auslöser

Ein kurzer Rückblick auf den Auslöser der 7. Episode

Seit 4 Jahren bin ich in einem von Pina Bauschs Kontakthof inspirierten Tanztheaterprojekt, ein  von Projekt für „Damen und Herren über 60“.  Als es mit großem Beifall zu Ende gegangen war, erlebte ich mich mehr und immer öfter mit destruktiven, negativen, selbstzerstörerischen, mich abwertenden, ja vernichtenden Gedanken über mich. Zudem endeten die Traumatherapiesitzungen abrupt, weil meine Therapeutin selbst einen Unfall hatte.

Depri mit und ohne, Macke

Irgendwann im Sommer letzten Jahres hatte ich keine Wahl mehr über meine Gedanken und Gefühle. Ab August nur mehr der unaufhaltsame Sog der Zwangsgedanken und der puren Angst. Es fühlte sich an, wie eine innere Macht, die mich nach unten zieht.  Eine Drachenkraft.

Aber ich  wollte „es“  immer noch nicht wahrhaben.  Trotz  der Erfahrung von  mindestens 6 Schüben  schwerer Depression   wollte ich  es  wieder ohne „die“ Medikamente und allein schaffen.  Ich hatte doch schon so viel und höchst Verschiedenes getan, um einem weiteren Schub zu entgehen.  Auch  eine  „Rechtfertigung oder Erklärung  wegen Stress im Außen war nicht  mehr möglich, denn ich arbeitete ja nicht mehr als Lehrerin in einem (alle Beteiligten) krankmachenden  Schulsystem.  Scham und Schuldgefühle beherrschten mich in Form von inneren Dialogen:  du bist einfach unfähig und selber schuld!

der innere Tyrann

Später habe ich zwar begriffen, dass man in der Depression auf einem Dauer-Überlebens-Modus/Stammhirn „fährt“.  Wissen  führt jedoch nicht  zu einer Besserung oder gar Heilung.

Ich, die „erfahrene Depressive“ suchte mir wieder Hilfe durch Recherche über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse abseits der Mainstream-Medizin. Ich experimentierte mit Alternativen zu Psychopharmaka. Wieder investierte ich eine Menge Geld in Vitamine, besondere Heilwässer, Pilzextrakte und machte alleine Schlafentzug in Sommernächten.

Meine Tage waren lange Zeit sehr diszipliniert: Joggen,  Schwimmen, Yoga, tägliche Meditationen und Selbstempathie-Übungen.  Irgendwann kam dann das Beten dazu. Freunde gaben mir Bücher, die mir Hoffnung machten.  Erst als meine Schwester mich an meine eigene Bitte an sie erinnerte, mich  daran zu erinnern, doch Medikamente zu nehmen – um nicht wieder so lange zu leiden und kostbare Lebenszeit hergeben zu müssen – ließ ich mir Antidepressiva verschreiben.

der Denker

Immer wieder habe ich mich gefragt, ob nur ich zu doof bin. Warum gelang mir einfach nicht, all das zu leben, was ich therapeutisch bearbeitet und was ich gelernt habe?  Wollte ich nicht?

der Schierlingsbecher

Methode Barschel 2 001

Depression ist eine Krankheit des Willens. Es war sehr gefährlich. Depression ist eine tödliche Krankheit. Menschen mit einer Krebserkrankung z.B. wollen leben – Depressive wollen dem Schrecken entkommen.

„Episoden“ hört sich leicht an – ist es nicht.

Bei meiner ersten großen Depression in meiner Examenszeit war ich verheiratet und wir beide verstanden die Welt nicht mehr. Ich war eine  andere Frau  geworden.  Niemand kannte sich aus. Mein Vater benannte es eine Gemütskrankheit. Meine Schwiegermutter sagte danach: jetzt ist sie wieder die Anne, die sie früher war.

Ich hatte eine Leidensgenossin, die meine langjährigste Freundin wurde. Wir kannten uns nicht aus und griffen nach jedem Strohhalm.  Zusammen sind wir zu einem Heiler gefahren und machten  dort Kopfstand und Kerze an der Wand – je eine halbe Stunde lang. Weil uns gesagt wurde, das würde helfen.   Hat es nicht.

Meine therapeutischen Bemühungen haben eine große Bandbreite: von kognitiver Verhaltenstherapie über psycholytische Therapie hin  zu  körperorientierter Traumatherapie nach  Peter Levine.  Ich habe homöopathisch, schamanisch und naturheilkundlich nach Heilung gesucht und mich dann doch in den 90er Jahren zur Lithiumprophylaxe entschließen müssen. Um das zu verhindern, habe ich zuvor aus eigenem Antrieb Schlafentzug im MPI (Psychiatrie in München) ausprobiert. Und dort erlebte ich in der Zeit von 5 oder 6 Uhr morgens in der Teeküche den Wandel: ich war wieder die Anna wie früher und wollte gleich nachhause. Zu früh gefreut: beim nächsten morgendlichen Aufwachen war wieder das alte Elend da. Depressive Episoden dauerten bei mir 6-8 Monate.  Zuerst wollte ich es nicht wahrhaben, dann musste ich akzeptieren, dass ich drin steckte. Wo andere vielleicht  Stillstand auf Plateauphasen erlebt haben, bin ich weit  unter den bis dahin  erreichten Entwicklungsstand  abgeglitten  und musste  mich von dort aus wieder auf „normal“ hocharbeiten.  Wie ist da Evolution möglich?   Es war sehr sehr mühsam.

Lange schon versuchte ich zu lehren, was ich selbst lernen wollte. Früh hatte ich  Mihaly Csikszentmihalyi und sein erstes Buch vom „ Flow“ kennengelernt.  Ich las Martin Seligmans Buch „Pessimisten küsst man nicht“.  Auf meine Initiative hin, durfte ich so um 2001  ein Schuljahr lang das Fach Glück im Wahlunterricht einer 6. Klasse geben und  nannte es „Fit for Life“.  Ein Jahr lang durfte ich einen Grundkurs Psychologie geben, ehe ein Schulpsychologe den Grundkurs offiziell übernahm. Jahrelang habe ich an meine Schülerinnen das Wissen über die Plastizität des Gehirns von Gerald Hüther  weitergegeben, sie ermutigt, eine andere Haltung sich selbst gegenübereinzunehmen im Sinn von „das kann ich   n o c h   nicht“ uvm.  Doch die Bedingungen war nicht günstig: ich war damit allein, war keine Psychologin und lebte das Glücklich Sein auch nicht vor. Mir scheint, ich wollte einfach nur verhindern, selbst wieder in eine solch desolate Erfahrung zu rutschen.  Gleichzeitig schimmert in mir die Erkenntnis: ist nicht jeder ein verwundeter Heiler, jede eine verwundete Heilerin?  Wir alle tragen eine individuelle und kollektive Biografie. Jede und Jeder macht die ganz eigene Heldenreise.

Als ich nach 33 Jahren  mit der Schule aufhörte, war ich mir sicher:  jetzt beginnt das freudige, erfolgreiche und selbstwirksame Leben. Dem war nicht so.  Ich hatte eine Vision und  was ich brauchte,  war die Fähigkeit und Kraft für die Umsetzung.  So begegnete ich Veit.  Ich sprang (wieder) auf den Zug der Hoffnung.  Wieder eine Runde Lernen.  Ausbildung, das ONE, Living MasterClub, HumanTrust.

Auch dieses Mal habe ich modernste Antidepressiva bekommen. Keine Veränderung. Zuletzt hat mir ein Antidepressivum der 1. Generation geholfen, mit dem ich schon in den 80er Jahren trotz der Mundtrockenheit (Nebenwirkung)  wieder unterrichten konnte. Nach 6 Wochen  Klinik in Heiligenfeld war ich   – noch tief in dem, was ich „mein Hundeleben“ nannte –  wieder zuhause und  habe mit Blogbeiträgen begonnen:  eine Dokumentation in Wort und Bild.

Der Wendepunkt im Dezember

Ein paar Tage  vor Weihnachten kam  endlich der so ersehnte Morgen, an dem in meinem Lebens- und Körpergefühl ein Wandel geschehen war. Ich konnte wieder Freude empfinden und auch weinen.

Seither habe ich ein LEBENSFEST gefeiert

reach out to life

wieder getanzt

Bosco 2016

und viele Bilder und Texte gemacht.

Gegensätze in rosa

Während eines Kunsttherapie-Projekts „40 Tage meines Lebens“ in der Fastenzeit entstanden Bilder zu Gefühlen und Bedürfnissen mit Figuren, die alters- und geschlechtsneutral sind.   Auf diese Weise ist inzwischen  aus den  Trainings zur Gewaltfreien Kommunikation  das „Kommunikations-Atelier“ geworden und meine Bilder werde ich als (Boden) Karten für Checkin oder Checkout anbieten.

kommunikationsatelier

Im SchreibGlück  habe ich entdeckt, dass es für die nächsten Jahre sicher noch weiteres  ein Buchprojekt geben wird:  das Thema  Altern  mit integraler Perspektive.

Die Reise geht weiter.

Wieder habe ich einen Tiefpunkt durchlebt. Durch ein gütiges Schicksal,  die tätige Hilfe meiner Schwester Petra  und guten Freundinnen  habe ich überlebt.  Doch der depressive Drache ist körperlich  in mir, er ist Teil meines Körpergedächtnisses.  Viele  Erfahrungen von Ohnmacht und mangelnder Selbstwirksamkeit sind eingeprägt.  So spüre ich jetzt, nachdem das Tanztheaterprojekt  N° 3  zu Ende gegangen ist,  eine leise Angst vor der Angst. Deshalb bin ich in erneuter Suche nach ganzheitlicher Prävention unterwegs.

Wieder und weiter suche ich nach Heilung.  Ist die Depression nur ein Symptom? Die Mechanismen im Gehirn, die zu Depressionen führen, sind bisher kaum wirklich verstanden.  Die Wirkweise der meisten Medikamente, auch des Lithiums ist nicht wirklich geklärt.  Bis zu einem gewissen Grad der Depression helfen Placebos ebenso gut. Es gilt weiterhin, dass  Patienten den Leidensweg von Versuch und Irrtum durchlaufen müssen, bis sie (vielleicht) endlich ein für sie wirksames Antidepressivum gefunden haben. Lange galten Hirnbotenstoffe wie Serotonin und Noradrenalin als treibende Kraft bei der Entstehung von Depressionen.  Momentan liegt der Fokus auf dem  Stresshormonsystem und der Resilienz.

Ich verfolge die These, dass Depression ein Symptom einer physischen Unstimmigkeit  ist.  So  möchte ich   meine physischen Selbstheilungskräfte aktivieren.  Körper und Geist lassen sich nicht trennen.  Es gibt eine Psychosomatik und eine Somato-Psychik.

Ist eine „Hidden Inflammation“/eine chronische, verborgene Entzündung)   und/oder ein krankes Verdauungssystem  die Ursache vieler Krankheiten, auch von  Depression?    Ab  meiner Pubertät veränderte sich mein Essverhalten und  ich beeinträchtigte  mein  Verdauungssystem  durch  Abführmittel und als Erwachsene durch Antibiotika und durch Psychopharmaka.

Alle Antidepressiva haben Auswirkungen auf die Verdauung. Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Verdauungssystem und dem limbischen System; mehr Nervenbahnen gehen  vom Bauchhirn nach oben als umgekehrt  Diese Spur verfolge ich momentan  am meisten. Seit  10 Jahren habe ich eine  kontinuierlich ansteigende Zahl der Leukozyten die „Chronisch  lymphatische Leukämie“/CLL genannt wird.  Als ich mit meinem Bruder, den ich lange nicht gesehen hatte, darüber sprach, meinte er,  „dann müsstest du doch eine Menge Leukozyten haben“ und es machte in mir so wie „klick“. Ich habe begonnen,  wieder einmal zu fasten, jedoch danach eine umfassende Darmsanierung in die Wege zu  leiten.

Auf der psychisch-sozialen Ebene  bin ich auch auf einer anderen Stufe angekommen: nicht mehr Patientin, sondern in Augenhöhe mit der GFK-Trainerkollegin Uschi Kellenberger (www.empathie-werkstatt.ch).  Wöchentlich geben wir uns wechselseitig  Coaching-Sessions von High Quality Empathy nach Marshall Rosenberg.  Wir suchen die „Wölfe“: unsere Urteile und Selbstverurteilungen. Dann machen wir uns auf die Suche nach den Glaubenssätzen, die darunter liegen. Wir beginnen mit den Empfindungen auf der Körperebene und kommen durch tiefe Empathie ins Fühlen. Ein junger Anteil wird auf dem  „Rückweg“  mit den damals unerfüllten Bedürfnisse nachgenährt.  Durch die Gewaltfreie Kommunikation habe ich ein differenziertes Gefühlsvokabularium bekommen – es ist  jedoch oft noch mental. Den Schmerz, die Trauer und die Angst da sein zu lassen und wirklich zu fühlen, ist in dieser wechselseitigen empathischen Begleitung viel leichter möglich als alleine.  Die Gefühle auf allen Ebenen zu fühlen,  damit zu sein –  das praktiziere  ich auch mit mir allein. Es geht jedoch nur, wenn ich frei von schwerer Depression bin.

Jetzt fühle ich mich wieder lebendig, will leben und auch meinen ureigenen Beitrag zum Ganzen einbringen.  Wieder suche ich die Balance von Schattenarbeit und Lebenslust.  Kann ich in dynamischer Balance von Akzeptanz und Wachsamkeit gegenüber dem  lauernden Drachen unter der Oberfläche meines Seins leben?

Vielleicht bin ich jetzt gereift und kann Paradoxa aushalten. Geknickt wurde ich durch widersprüchliche Botschaften wie „du bist deines Glückes Schmied, deine Gedanken werden Dinge, du bist selbst  schuld an deinem Schicksal,  wenn du nicht planst, wirst du scheitern“…..musst und phasenversetzt oder nahezu zeitgleich Aussagen wie „Du machst   einen Plan – und die  Schicksalsgöttinnen  lachen“.  „Sei wie du bist“.  „Lass los und du bekommst, was du willst.“  „Entspann dich  einfach hinein“. „Mach einfach dein Herz auf“.

Jedes Ende ist ein Anfang

musikspirale

Anfang des Jahres  2016 war ich total überzeugt, dass es „das“ wird, was ich nun zu tun habe: Das Bilder-Buch-Projekt „Mein Weg aus der Depression“.    Es schien sich aus  meinem Lebensschicksal zu ergeben.  Wie auch beim letzten Buch bin ich wieder – TBE-erfahren –  auf die Übungsmatte gegangen und habe täglich ein Bild gemacht und einen kurzen Blogbeitrag geschrieben.

Kunst gegen Depression, VincentÜber  die Tage und Wochen hat es  hat es sich  verwandelt. Zuerst schrieb ich nur über meine so entsetzlichen Gefühle und Gedanken. Als der Wandel in meinem Denken und Fühlen geschah,  kam eine Phase „Kunst & Kreativität gegen Depression“.

virginia

Heute ist klar: ich schreibe kein  Depressions-Buch und halte auch keine Vorträge darüber.  Ich möchte mich nicht über lange Zeit diesen Gefühlen und Erinnerungen aussetzen. Und die „alte Anna“ ist neu wieder da. Ich vergleiche es mit einer Geburt: sobald man durch ist, ist der Geburtsschmerz vergessen. Da ist nur noch Freude  und Dankbarkeit für das Leben.  Zumindest in den ersten Wochen.

Jetzt kann ich weiter durch das Leben & Lehren einer integralen Gewaltfreien Kommunikation zur notwendigen gesellschaftlichen Transformation beitragen.  Durch das Humandesignsystem mit integraler Perspektive kann ich (m)einen Beitrag zur individuellen  Persönlichkeitsentfaltung anbieten.  Noch wichtiger geworden ist nun auch mein  künstlerischer Ausdruck – allein und mit Anderen.

Ja, nun geht es wieder die  Lebensspirale aufwärts  Ja, ich darf darauf hoffen, dass ich niemals mehr das Rezidiv einer schweren Depression haben werde. Sicher sein – das darf ich nicht.  Was ist in mir geschehen?  Wieder große Trauer, ein großer Schmerz über mein Schicksal.  Wieder ein Stückchen mehr Bewusstheit und die Bereitschaft zu entsprechendem Verhalten.  Ja, meine weiteren Schritte muss ich mit Bedacht setzen.  Auch wenn „sie“ scheinbar aus dem Nichts kommt – es gibt Verhaltensweisen und Lebensumstände, die sich so summieren, dass mein Muster so wie anspringt.

Ich führe Journale – Erkenntnis-, Erfolgs-, Ideen-, Dankbarkeits-  und Beziehungsjournal und sammle „Wölfe“. Das sind die Glaubenssätze, die  im Alltag aktiv wurden und im Coaching-Austausch angeschaut werden sollen.

Mit der Ärztin werde ich besprechen, wie lange ich das Antidepressivum ihrer Einschätzung nach noch nehmen soll. Mit jeder depressiven Episode steigt das Risiko für einen erneuten Schub an. Meine Selbstverantwortung, mein Mut und eben auch meine Bereitschaft zur besonderen Achtsamkeit in Bezug auf die latent in mir schlummernde Bereitschaft meines Körpers und meines Geistes, mit Depression zu reagieren ist immer gefragt.

Ein Lächeln für dich – ein „Halte-durch- auch wenn du es jetzt noch nicht glauben kannst, dass es je vorbeigeht“ für jene, die diese Krankheit gerade erleben.

Ein riesengroßes Danke an Petra, Yasho, Angelika und meine Freunde und Freundinnen. In diesen furchtbaren Monaten dachte ich, ich hätte keine.

Und meine Hochachtung für all jene, die depressive Menschen aushalten, dableiben, ihre eigene Hilflosigkeit aushalten und gleichzeitig gut für sich selbst sorgen.

unterschrift anna

 

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