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Pioneers of Change – Wohnzimmergespräch

Yeah, dieses Jahr sind wir mehr! Gestern habe ich für 6 Gäste mein Wohnzimmer als Raum für gute Gespräche und Vernetzung zur Verfügung gestellt.

Zur Einstimmung habe ich in Joana Macy s Büchern geblättert und für unseren Abend folgenden Text gewählt:

„Was ist Hoffnung durch Handeln?

Ganz gleich, in welche Situation wir geraten: wir können wählen, wie wir darauf reagieren. Angesichts überwältigender Herausforderungen haben wir vielleicht das Gefühl, unser Handeln zähle nicht viel. Aber wie wir reagieren und wie zuversichtlich wir sind, dass unser Beitrag auch Gewicht hat, hängt davon ab, was wir uns unter Hoffnung vorstellen.

Das Wort „Hoffnung“ hat zwei verschiedene Bedeutungen. Bei der ersten bauen wir darauf, dass ein von uns begehrtes Ergebnis mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintritt. Wenn wir diese Art von Hoffnung brauchen, ehe wir uns zum Handeln aufraffen, blockiert das unsere Reaktion überall dort, wo wir unsere Chancen als nicht sehr groß einschätzen.

Die zweite Bedeutung hat mit dem Wünschen zu tun. Diese Art von Hoffnung – das Wissen, worauf wir hoffen und was wir gerne hätten – bringt uns auf den Weg. Der eigentliche Unterschied liegt aber darin, wie wir mit dieser Hoffnung umgehen. Passive Hoffnung wartet darauf, dass äußere Wirkkräfte das herbeiführen, was wir uns wünschen. Hoffnung durch Handeln bedeutet, dass wir uns aktiv daran beteiligen, das herbeizuführen, was wir erhoffen.

Hoffnung durch Handel ist eine Praxis . Wie TaiChi oder Gartenarbeit ist sie eher ein Tun als etwas, was wir haben. Sie besteht in einem Prozess, den wir auf jede Situation anwenden können, und umfasst drei Hauptschritte. Als Erstes verschaffen wir uns ein klares Bild von der Wirklichkeit, als Zweites identifizieren wir die Richtung, die wir verwirklicht sehen möchten, und als Drittes unternehmen wir Schritte, die uns selbst oder unsere Situation in der erhofften Richtung voranbringen.

Da Hoffnung durch Handeln uns keinen Optimismus abverlangt, können wir sie sogar dort anwenden, wo wir keine Hoffnung mehr sehen. Der leitende Impetus ist unsere Absicht; wir wählen, was wir herbeiführen, wofür wir uns einsetzen oder was wir ausdrücken wollen. Statt erst einmal unsere Erfolgschancen abzuwägen und nur dann aktiv zu werden, wenn wir hoffnungsvoll sind, konzentrieren wir uns auf unsere Absicht und lassen uns von ihr führen“. (aus Joana Macy& Chris Johnstone, Hoffnung durch Handeln)

Und das Feedback nährt mich:

…..Ich empfand, es war eine wunderbare Runde, wo wir in alter Kreiskultur uns austauschen und begegnen konnten.

Und Du, liebe Anna, hieltst mit Klarheit und Deiner sanften und offenen Art den Raum dazu. Es war ein bereichernder Abend für mich, danke.

Liebe Anna,

Herzlichen Dank für den schönen Text von Joana Macy und vor allem für Deine Einladung und wie Du uns durch den gestrigen Abend geführt hast.
Es war ein sehr berührender und bewegender Abend der einiges an Anregungen gebracht hat. Vor allem zeigte sich wie wichtig es ist, einander achtsam wahr und ernst zu nehmen, das 
auszusprechen was einen gerade bewegt und darauf vertrauen zu können, dass die Prozesse die gerade anstehen weiter geführt werden. Der Ulmentanz rundete diesen Abend sehr schön ab. M.


Liebe Anna, Ihr Lieben, herzlichen Dank für den gestrigen Abend und Dein Engagement, Anna. Ich fand es sehr berührend gestern Abend

und nächstes Mal werden wir singen! „Singe bis deine Seele Flügel bekommt……“

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Interaktionsdynamik: Gefährtenschaft

Ein Aspekt von Interaktionsdynamiken ist Gefährtenschaft. Companionship. Ich vermute, wir alle kennen das aus der Kindheit – und haben diese Qualität hoffentlich auch noch in späteren Jahren erlebt.

Ich hole mir das Gefühl zurück durch eine Erinnerung. Wie hat sich erlebte Gefährtenschaft angefühlt? Der Körper erinnert sich. In mir entspannt sich etwas, es wird heller, freundlicher.  Companionship als vertraut sein und Vertrauen haben. In die gleiche Richtung schauen, in der Ausrichtung auf Ähnliches verpflichtet.

Meinen Paar-Bildern habe ich in den letzten Tagen ein paar neue, aussagekräftige hinzugefügt. Egal ob Tier- oder Menschenkörper: nonverbal drückt sich ganz viel aus.  Die interaktionsdynamiken aufgrund von zwei Human Design Körpergrafiken zu beschreiben geht dann tiefer. 

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Rauhnächte 3 – Neustart?

Neustart gibts nicht. Gefühlt und gehofft: JA.  Real wohl eher nicht.  Alles, was neu zu sein scheint, hat mit dem Alten zu tun, baut auf das Alte auf. Alles geschieht in Zyklen und es geht darum, so manche Kreise zu schließen, indem wir wirklich etwas zu Ende bringen.  Und:  Gewohnheiten gewinnen – meist. 

Was funktioniert und worin ich mir Kraft für das Neue holen kann, sind die Rauhnächte und Retreats.  Eine Neu-Ausrichtung. Eine Absicht – bezeugt in einem WIR-Raum.

 Meine Ausrichtung für 2017 ist:

 

 Einzigartig & verbunden zugleich. Präsent sein für das ICH – und das WIR ALLE.

 

Es ist ein Forschungsweg mit Fragen, wie „Was sind HIndernisse auf dem Weg?“ Und es sprudelt sogleich: Hybris, Arroganz, Besonders-sein-Wollen, sich selbst und Andere verurteilen,  sich verlieren, sich zu sehr anpassen, sich aufgeben……Das alles ist nicht wirklich neu, es ist Glücksforschung und Schattenarbeit, Selbstempathie und Weltempathie. Und es ist evolutionär.

Als Anna kann und mag ich beitragen mit meinem Wissen und  meiner Lebenserfahrung, dieses ICH zu erkennen und zu stärken.

Als Mitglied der ersten Stunde bin ich schon in einer PionierCommunity, dem HumanTrust.   Probier s aus, schau auf die Plattform. „Stell dir vor, du wüsstest, du hast 90% deines Potentiales (für Glück, Kreativität und Erfolg) noch nie aktiviert und jemand würde dir einen Zauberdünger mit 100% Wirkungsgarantie anbieten, der die in dir schlummernde Kraft zum Blühen bringt – würdest du ihn nicht gern ausprobieren?“ Veit Lindau.

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Grenzen

 

Grenzen

Außer den Versen von „Achte gut auf diesen Tag, denn er ist das Leben…….“ habe ich Rumi (persischer Dichter 1207-1273) durch den  von Marshall Rosenberg oft zitierten Satz „Jenseits von von Richtig und Falsch gibt es einen Ort, treffen wir uns dort“  kennengelernt.

Ja, die Sehnsucht nach Harmonie ist tief in uns eingebettet.  Gleichzeitig ist da die Vielfalt  als ein Grundelement der Evolution. Sie macht unser Leben abwechslungsreich und interessant, manchmal auch kompliziert und konfliktreich. Gerade auch in der Kommunikation. 

Kein Richtig & falsch – gibt es das in einer dualen Welt?

Leben und Lebendigkeit ist für mich das Richtige. Vergänglichkeit JA, sie ist Teil des Lebens. Zerstörung und Gewalt NEIN, das ist für mich das Falsche.

das große JA

JA, zuerst die Lebens-Werte, die Ausrichtung, die Vision. Die Entscheidung für das Lebendige. Die Entscheidung für Wachstum, Reife durch Erweiterung und Vielfalt der Perspektiven.

Dann NEIN: die Kunst, nein zu sagen. Meine Grenzen kennen und anerkennen.  Deine Grenzen erfahren und respektieren.

das deutliche NEIN

Nur wo Grenzen sind, ist Kontakt möglich. nur wo es Grenzen gibt, kann Empathie sein. Der empathische Umgang mit der eigenen Person die Voraussetzung ist dafür, Empathie für andere aufbringen zu können.

Um klar JA sagen zu können, müssen wir uns auch hin und wieder ein klares NEIN gestatten.

NEIN zu Dingen, die uns nicht gut tun.

NEIN zu Lügen und faulen Kompromissen.

Wo in deinem Leben ist es Zeit, ruhig und konsequent NEIN zu sagen?

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Weihnachten als Lebenswendezeit

Die Weihnachtstage sind statistisch gesehen gefährliche Tage für den Familienfrieden. Gleichzeitig kann diese Information ein Signal sein für eine Lebenswendezeit. Aufrichtigkeit sich selbst gegenüber ist ein erster Schritt:

Mit wem möchte ich diesen Abend und die Feiertage verbringen?  Kann ich ein „ich sollte, müsste….“ hinterfragen?

Wie möchte ich sein? Habe ich eine Ausrichtung, eine wertschätzende und liebevolle Haltung?
Kann ich das, was mir wirklich wichtig ist auch respektvoll kommunizieren?

Was möchte ich teilen? Wieviel Zeit möchte ich wirklich mit Anderen zusammen sein?

Wieviel Zeit brauche ich für mich selbst, meinen Raum für Stille, Nachdenken und Nachspüren?

Ich habe seit Jahren beschlossen, dass ich –  seit meine Eltern tot sind – kein „übliches“ Weihnachten mehr verbringe. Das hat einen Preis: ich war oft auch alleine. Heute abend bin ich bei Freunden eingeladen. Ich bin selbst neugierig, wie das wird.