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Wo bist du Adam/EVA?

Liebe GFK-Praktizierende,

noch ganz bewegt vom Frauenkongress „Ahninnen der Zukunft“ möchte ich euch zum  Übungsabend am nächsten Mittwoch einladen.


Ein Teil des Übungsabends wird dem Thema  Ahnen/Ahninnen der Zukunft gewidmet werden – der größere  Zeit-Raum fürs eigene Üben, Verstehen und Einfühlen.

JedeR  von uns steht zwischen Vergangenheit und Zukunft. JedeR ist ein Ahne/eine Ahnin für die nächsten Generationen. Wir übergeben den Staffelstab.

Die  GFK trägt dazu bei, uns unserer Bedürfnisse und der alles Lebendigen bewusst zu werden.  Die dritte Säule der GFK ist der Soziale Wandel.

Mich hat vor mehr als 15 Jahren die Pionierin der Tiefenökologie Joana Macy tief beeindruckt.  Es geht darum,  der Erde eine Stimme zu geben, die Welt als Geliebte zu sehen.

Es geht um den Transformationsschritt „vom Ego zum Öko.

 

Einst fragte schon Heinrich Böll die Kriegsgeneration „Wo warst du Adam?“ Die Jugend werde den älteren Generationen bald die unangenehme Schuldfrage stellen: “ Wo warst du, als das Klima zerstört wurde?“ meint der Historiker die Jugend wird den vorhergehenden Generationen die Schuldfrage stellen: „Wo warst Du, Adam?“, so fragte einst schon Heinrich Böll die Kriegsgeneration.

Wer Lust & Zeit hat, kann den  Reisebericht Rebell*innen des Friedens nachlesen:   Einen kleinen Eindruck vermittelt dieser Blog von Martin; auch wenn du nicht dabei warst, sehr inspirierend: https://pioneersofchange.org/rebellen-des-friedens/

Ich freue mich auf euer Kommen. Bitte bei mir per Telefon oder Mail anmelden.

Kritik und beitragen

Wir brauchen Feedback – den Spiegel. Wir sehen unsere Rückseite nicht – also unsere Schattenaspekte. Beides zusammen macht uns aus. Gleichzeitig brauchen wir das Feedback – die „Kritik“ im besten Sinn – als Beitrag für unsere Weiterentwicklung. Wohlwollen. Nur Kritik ist – mir – zu wenig.

reduzierte Palette

Alles, alles kann zur Kunst entwickelt werden. Die Kunst des Dialogs, wertschätzender Kommunikation. Heute Abend gibt es wieder den Raum und die Möglichkeit für Wachstum und Heilung. Ich gebe das weiter, was ich lernen möchte und unterstütze jene, die Konflikte verstehen wollen – die mit sich selbst und mit Anderen.

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News & inspirationen März 2019

1. 4 Worte als das Zitat des Monats: Another World is possible.
2. Pioneers of Change. Der große Wandel
3. Zum Internationalen Weltfrauentag ein vielleicht provozierender Artikel
4. Gewaltfreie Kommunikation – Übungsnotwendigkeit und -gelegenheit.
5. Sich selbst zu kennen ist der Beginn aller Weisheit.  

 

1. Der ganze Satz ist von Arundhati Roy:  „Eine andere Welt ist nicht nur möglich, sie ist auf dem Weg. An einem ruhigen Tag höre ich sie atmen.“

2. Heute Abend gibt es beim Pioneers of Changesummit wieder für 48 Stunden drei neue Interviewpartner. Einer davon ist Franz Rohrmoser,  Agrarrebell und Verfechter einer solidarisch organisierten Landwirtschaft. Hört hinein und  lasst euch anstecken, ermutigen und inspirieren. Es ist unsere Welt.  Vielleicht kennst du auch aus deinem Leben, was die  Pionier*innen des Summits immer wieder erzählen …Nämlich: Es ist nicht immer angenehm, neue Wege zu beschreiten. Wenn wir etwas starten, was wirklich neu ist, dann sind wir oft mit Kritik konfrontiert – und auch mit Dingen, die schief gehe Franz Rohrmoser sagt heute z.B. in seinem Interview „wir müssen uns hinaufscheitern“.  Und das lässt sich erweitern: hinauf-fragen, empor-irren……

Melde dich hier an und nutze diese Tage bis zum 17. März, dich von diesen Menschen inspirieren und stärken zu lassen. 
Denn wir leben in Zeiten der Veränderungen, dessen Spaltungen uns über die Medien zunehmend bewusst werden:

  • Der ökologische Wandel, den wir über Aktionen wie das Volksbegehren Artenvielfalt oder Greta Thunberg und die Bewegung #Fridaysforfuture erleben.
  • Der soziale Wandel, den wir über die zunehmenden Flüchtlingsströme, soziale Bewegungen wie die Gelben Westen in Frankreich, der Aufstehen Bewegung in Deutschland sehen oder die Diskussionen zum Bedingungslosen Grundeinkommen, die mit der Digitalisierung einhergehen.
  • Der spirituelle Wandel, den wir über die Zunahme an Psychosomatischen Erkrankungen, die Spaltung zwischen religiösen Traditionen gegenüber ganzheitlichem Bewusstsein oder der US Präsidentschaftskandidatur 2020 durch die spirituelle Bewusstseinslehrerin Marianne Williamson erleben.

Veränderungen zu erfassen ist eine echte Herausforderung – nicht nur beim Zeichnen.   Am    Samstag beim Aktzeichnen zweier Butoh-Tänzerinnen, die sich gottseidank in gefühlter Zeitlupe  bewegten. 

3.  Warum es gerecht ist, Männern Privilegien abzunehmen – ein herausfordernder Text eines Mannes über dien Teufelskreis der Lücken.

4. Die GFK ist zuerst einmal ein Werkzeug der Selbstreflexion. Wie bekommen wir den Spagat hin, sowohl mitfühlend sein zu wollen als sich auch zu erlauben, niemals perfekt zu sein.  “ Mitgefühl liegt in unserer Fähigkeit, ohne Meinung präsent zu sein.“-Marshall Rosenberg. Am Mittwoch,  13.März ist wieder eine Möglichkeit, in der Gruppe Empathie und Akzeptanz zu erleben. Bitte eine Mail an mich, wenn du kommen magst. 

5. Aristoteles wird der Satz zugeschrieben: „Sich selbst zu kennen ist der Beginn aller Weisheit“. Was ist die Gemeinsamkeit eines Schneekristalls und eines Fingerabdrucks?  Die Einzigartigkeit. Es gibt keine Duplikate. Auch du kommst nicht als unbeschriebenes Blatt auf diese Welt. Herausfinden, was dich ausmacht, was dich beschränkt und wo deine Möglichkeiten der Entfaltung und Autonomie liegen beschreibt diesen Weg der Selbsterkenntnis. Dazu gibt das Human Design kostbare Fingerzeige. 

LEBENSBUCH. Das ganz individuelle Geschenk in deinen Händen. Du kannst es bei mir für die kleinen Menschen Deines Lebensumfeldes in Auftrag geben oder für einen Menschen, der gerade in einer Lebenswendezeit „hängt“. Wir kooperieren, um es ganz persönlich zu machen.
Das dritte ist WESENSBUCH. Alle drei enthalten die Essenz aus allem, was ich bisher gelernt und erfahren habe.  Es ist für mich Teil meiner LebensaufGabe.  Das WESENSBUCH entsteht langsam bei Dir,  im Lauf von Wochen – du kannst es dir selbst schenken.

Wach auf, räume auf, bleib weich.  Möge Selbstakzeptanz wachsen und in deinem Lebensumfeld  herausfordernde und gleichzeitig nährende  Beziehungen sein.     

Ein Lächeln von

 Lehrerin, Begleiterin, Künstlerin und Pionierin – in ständiger Weiterentwicklung, mit Rückschritten und beglückenden Fortschritten.   Meine Aufgabe ist das Teilen meiner Erfahrungen und meines erworbenen Wissens.  Und ich freue mich, wenn du meine Informationen weitergibst…………………an Freund*Innen, Kolleg*Innen, an künftige Eltern oder gute Freund*innen. Wir sind einzigartig und brauchen einander, denn wir sind Beziehungswesen. Unterstützen wir uns gegenseitig darin, das aus dem Weg zu räumen und zu heilen, was uns daran hindert aufrichtig, mutig und freundlich zu sein. 

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Kommunikation – gemeinsames Üben am Mittwochabend.

 

Am nächsten Mittwoch –  14.11.18 von  19- 21 Uhr  – gibt es wieder die Möglichkeit, Empathie und tiefes Hören übend zu praktizieren.

Bei der GFK geht es erst in zweiter Linie um Kommunikation im Außen. Zuerst ist  sie eine Methode der Selbstreflexion, die uns hilft an unserer Haltung zu arbeiten, indem wir verstehen, wann und warum wir unsere mitfühlende Haltung verlieren.

Dabei ist es auf eine bestimmte Weise zweitrangig, ob sich der Konflikt im Innen oder im Außen abspielt. 

In dem wohlwollenden und verständnisvollen „Feld“ dieser Übungsgruppe können wir uns leichter öffnen und an einem konkreten eigenen „Fall“ einen Konflikt, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse dabei besser verstehen   und v.a. das Heilsame dieses Prozesses erleben.

Es geht um den lebenslangen Prozess,  immer wieder neu sowohl tief mit sich verbunden als auch offen für die Verbindung mit anderen zu sein.

Wenn du teilnehmen möchtest, schreib mir eine Mail.

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Einzigartigkeit beschreiben: Marshall Rosenberg

In meinem derzeitigen regelmässigen Analysieren von Ressourcen-Kraftfeldern ausgewählter VIPs habe ich Marshall Rosenbergs Körpergrafik wieder einmal genauer angeschaut.

In den 4 Hexagrammen, die sein Inkarnationskreuz ausmachen, sind die 4 und die 6. Linie aktiviert. Die Schlüsselbegriffe für dieses Profil  sind im Human Design  „einflussreiches Vorbild“ oder „vorbildlicher Netzwerker“.  

Seine Talente machten ihn zum kompetenten Spezialisten für die Entwicklung und weltweite Verbreitung der gewaltfreien Kommunikation:

REGULIERUNG – Feinfühlige und gerechte Regulierung des Beziehungsgeschehens auf Basis der Bedürfnisse & Prinzipien.

Diese Spezialisierung ist ein Antrieb, den sensiblen Ausgleich zwischen den individuellen Bedürfnissen in einer Gemeinschaft und den geltenden Prinzipien in dieser Gemeinschaft herzustellen. Dabei geht es auch immer um emotionale Bedürfnisse und Befindlichkeiten in einer Gemeinschaft.

 

Experte werden. Talente sind als Same mitgegeben. Um sein Talent im Bereich des Logischen zur KOMPETENZ und zu Gewandtheit in speziellen Fertigkeiten in Bezug auf tiefe Lösungen für gesellschaftliche Probleme wachsen zu lassen, brauchte es Identifikation mit einer Sache.  Wahre Meisterschaft ist ein Produkt oftmaliger Wiederholungen und Übung. Wenn ein Mensch mit diesem Talent etwas gefunden hat, dem er/sie sich voll und ganz hingeben möchte,  können die Perfektion und kreative Tiefe meines Ausdrucks für viele Menschen und die Welt eine große Bereicherung darstellen.

Beim Durchgehen aller 26 Aktivierungen, die seine Talente ausmachen staune ich wieder einmal. In diesem Beitrag möchte ich nur eine Aktivierung hervorheben:  der unbewussten Mond dort in Hexagramm 8.5 bedeutet u.a. „Die Lehrerpersönlichkeit, die ihren Beitrag leistet und zugleich weiß, dass der eigene Einfluss begrenzt und vergänglich ist und Schüler flügge werden“

Ich bin dankbar, dass ich Marshall Rosenberg noch persönlich in einem seiner Intensiv-Trainings in der Schweiz erleben durfte. Ich staune darüber, was in seiner Geburts-Körpergrafik alles schon steht. Ich sehe Erfüllung seiner Bestimmung. 

Der August-Übungsabend findet morgen um 19- 21 Uhr in Gauting statt. Wenn du hier in der Nähe wohnst, bist du eingeladen. Melde dich an unter kontakt@lebenswendezeiten.de. Wenn du jemanden kennst, der sich für die Verbesserung seiner Kommunikationskompetenz interessiert, gib diese Info weiter.

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Bessere Beziehungen durch das Human Design 1

Leben ist Beziehung. 

Bessere Beziehungen durch das Human Design.

Es gibt Beziehungen, die sind einfach wohltuend. Es gibt Beziehungen, die dich nähren. Und es gibt Beziehungen, die dich herausfordern und zum Wachstum anregen. Selten gibt es das ganze „Paket“ in einem.  Nicht immer passt alles zusammen. Nicht immer werden gleichzeitig alle Bedürfnisse erfüllt. Wäre ja auch eine Überforderung. 

Knoten und Reibung gehört dazu. Ja, das ist manchmal kräftezehrend. Und  manchmal ist es besser, einen Konflikt gar nicht erst entstehen zu lassen. Aber: wann ist es zu viel Anpassung? Wann gibst du Dich auf? Wann wäre es besser loszulassen und in ein nährenderes Umfeld zu gehen? Gleichklang, Gefährtenschaft, wechselseitige Unterstützung. Oder aber: ist die Reibung fruchtbar?

Bessere Beziehungen durch das Human Design bedeutet nicht, von jemand Anderen zu erfahren, was du tun sollst. Die Beziehungsanalyse beschreibt einfach die Dynamik zwischen dir und einem anderen Menschen. 

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Entpatriarchalisierung.

Es geht um Entpartriachalisierung – zugunsten eines mensch- und umweltbezogenen Lebens.

Mich beschäftigt das Thema Patriarchat sowohl aus dem Erleben als Frau als auch aus der Schulung durch die Gewaltfreie Kommunikation Marshall Rosenbergs.  Gewaltfreie Kommunikation. Er spricht ja von struktureller Gewalt als 3. Säule der GFK für den Social Change des  8000 Jahre währenden dominatorischen Systems. 

Nun habe ich einen Artikel zum Thema Entpatriarchalisierung gefunden, der teilenswert ist – wenn du ihn ganz lesen möchtest. Hier ein paar Auszüge:

“ Die patriarchalen Hintergründe werden nicht benannt und erschweren so Analysen und Veränderungen und machen uns blind und wehrlos gegen patriarchale Systeme, die seit Jahrtausenden zur unhinterfragten und unumstößlichen Selbstverständlichkeit geworden sind…….

Dass wir uns dabei gemütlich in patriarchalischen Herrschaftssystemen eingerichtet haben, hat vor allem zwei Gründe: Die Dauer von vielen Jahrtausenden, in denen patriarchale Herrschaftssysteme weltweit seit den Anfängen von Ackerbau, Tierhaltung und der Entstehung größerer Siedlungen mit festen Hierarchien existieren und so den Anschein von geschichtlicher Notwendigkeit erwecken. Und die technischen, zivilisatorischen und kulturellen Höchstleistungen, die mit der Entwicklung des Patriarchats einhergehen und die zur Rechtfertigung aller Gewalt und Unterdrückung bewusst und unbewusst herangezogen werden: Seht doch her, wie schön dieser Tempel ist, wie wunderbar das Horn erklingt.

Heute allerdings sind wir in einer historisch völlig neuen Situation: Die zerstörerische Gewalt der patriarchalen Herrschaftssysteme beschränkt sich nicht mehr auf lokale Konflikte, sondern hat sich zur Bedrohung der gesamten Welt in einem globalen apokalyptischen Szenario gesteigert, bei der ein Zusammenbruch der Zivilisation, die Vernichtung menschlicher Kultur und die Existenz der Menschheit insgesamt und der Erde auf dem Spiel stehen.

Als Vorboten erleben wir täglich die Zunahme weltweiter blutiger Konflikte mit Terrorismus, Zerstörung und Ausrottung ganzer Völker, die von den Politikern und UN-Kommissionen gebetsmühlenartig „aufs schärfste verurteilt“ und durch das Krisengipfel-Karussell kaum aufgehalten werden, während die Konflikte durch die Männer der Militärs in Russland, Syrien, USA, Saudi Arabien, Iran, Jemen, aber auch in Palästina und vielen Ländern Afrikas angeheizt werden. Die Hoffnung vieler auf Lösungen aus Europa kann kaum erfüllt werden, weil Europa mit seiner Selbstauflösung beschäftigt ist. Zusätzlich sorgen massive globale Machtverschiebungen zugunsten autoritärer Strukturen (Stalin- und Mussolini-Büsten werden wieder öffentlich aufgestellt) mit dem Anwachsen nationalistischer und rassistischer Bewegungen für eine Verschärfung der Krise, während zugleich Umweltzerstörung, Klimawandel, Erschöpfung lebenswichtiger Ressourcen zunehmen.

Patriarchale Strukturen basieren auf Konkurrenz und Herrschaft – und führen darum zu Kriegen

Die Ursachen für die gegenwärtige Beschleunigung weltweiter Bedrohungen liegen in der Globalisierung patriarchaler Strukturen, die auf Konkurrenz, Herrschaft, Ausbeutung und Unterdrückung begründet sind und überall zu immer schnellerer Ausbreitung von Gewalt, Kriegen mit immer perfekteren Tötungsmaschinerie mit Zerstörung, Flucht und Verelendungen führen bei gleichzeitiger Radikalisierung insbesondere von vielen Jugendlichen, die sich als Globalisierungsverlierer ohne Perspektiven immer mehr zu eindeutigen Zielen (wie der Errichtung des Gottesstaates) zuwenden jenseits der für sie unattraktiv gewordenen westlichen Demokratie.

Es geht um die Entpatriarchalisierung, den Weg in die empathische Zivilisation.

Die Welt erlebt einen Amoklauf gewalttätiger Männer. Dabei wird für uns die Frage immer dringender, wie wir dieser Beschleunigung einer Vernichtungs- und Zerstörungswut  entgegenwirken können, die sich wie ein kollektiver Amoklauf gewalttätiger Männer über die ganze Welt ausbreitet. Natürlich kann es dabei nicht um eine „Abschaffung des Patriarchats“ gehen, auch weil sich eine Jahrtausende währende Ordnung mit all ihren lebenswichtigen Funktionen und kulturellen Ausprägungen nicht einfach abschaffen lässt und das wohl auch gar nicht wünschenswert wäre. …

Und nur, weil das Patriarchat so gefährliche Auswirkungen hat, dürfen wir natürlich nicht einfach schließen, dass eine matristische Gesellschaft so viel besser wäre, auch wenn das angesichts von Terror und Gewalt eine plausible Hoffnung ist. ………Mir geht es deshalb vielmehr um das Problem, was wir innerhalb der bestehenden patriarchalen Systeme tun können und tun müssen, um diese Systeme zu „entpatriarchalisieren“, indem wir ihre zerstörerischen und gefährlichen Potenziale erkennen, einschränken und umlenken.

Entpartriachalisieren – zugunsten eines mensch- und umweltbezogenen Lebens.

Dabei können wir auch aus unserer eigenen jüngsten Geschichte lernen, wie durch feministische Bewegungen, aber auch durch Männergruppen und politisches Engagement männliche Herrschaftssysteme abgebaut und mehr Gleichberechtigung durchgesetzt werden können, auch wenn dabei unsere heutigen Formen konsumorientierter Wohlstandsmodelle mit Wachstumsfixierung und Machtkonzentrationen eingeschränkt werden müssen, zugunsten eines anderen mensch- und umweltbezogenen Lebens, dass mehr soziale Gerechtigkeit, Solidarität und Bürgerbeteiligung umfasst….

Unter männlich dominierten Strukturen wird nicht nur gelitten, fast alle helfen mit, sie zu stützen.

Eine wichtige Voraussetzung für die aktiv Beteiligten einer solchen subversiven Entpatriarchalisierung scheint mir die Auseinandersetzung damit zu sein, wie wir selbst als NutznießerInnen und MittäterInnen an patriarchalen Systemen mitwirken und für den Bestand männlich dominierter Strukturen mit verantwortlich sind. Erst, wenn wir merken, wie wir selbst nicht nur Opfer, sondern auch TäterInnen, NutznießerInnen der patriarchalen Organisation unserer Gesellschaft sind, kann eine Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen jenseits von Zuweisungen und Appellen wirkungsvoll und in konkrete Handlungen umsetzbar werden.

……..Die Flüchtlingsströme führen eher zu einer Repatriarchalisierung.

Entpatriarchalisierung muss also ein auf längere Dauer angelegter Prozess sein, dem heute allerdings die Mächte einer zunehmenden Repatriarchalisierung aufgrund der Kriege, der Flüchtlingsströme vorwiegend aus Hardpower-Patriarchaten und die Radikalisierung der monotheistischen Religionen entgegenwirken. ……

Es braucht eine vierte Welle des Feminismus – denn wer sonst betreibt die Entpatriarchalisieung?

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Lebendige und heilsame Beziehungen (er)leben.

Lebendige und heilsame Beziehungen (er)leben.

Aus langer Berufs- und Lebenserfahrung weiß ich, wie schnell Kommunikation misslingen kann. In nahezu allen Lebenssituationen führen Muster des Beurteilens Beschuldigens und Beschämens geradewegs in Konflikte mit anderen Menschen  – und mit uns selbst.      

Wer kennt so etwas nicht wie „Kannst‘ nicht besser aufpassen!- Davon hast Du keine Ahnung!- Du bist verantwortungslos! – Du bist kleinlich! – Du denkst nur an Dich! – Du bist schuld, dass es mir so schlecht geht! Du bist schuld, weil Du nie sagst, wie es Dir geht!- Mir geht es so schlecht, weil Du …….!“

Ungelöste innere und äußere Konflikte machen jedoch krank. Unbewusste innere Überzeugungen – wie  z.B. wir seien nicht gut genug oder nichts wert –  verhindern die Liebe zu uns selbst und zerstören die gesunde Lebensbasis.

Als Menschen  sind  wir in so vielem gleich. Egal aus welcher Kultur wir heraus wachsen, wir streben alle danach, glücklich zu sein. In der Vielfalt der Strategien, dieses Glück zu erlangen unterscheiden wir uns.   Diese Vielfalt und deren Bewertungen als besser  erzeugt Streit, Konflikte, Spaltung und Krieg. Wie können wir zu (mehr) Frieden und damit Gesund-sein gelangen?

Die Basis ist: Mich kennen und mit mir selbst in Verbindung sein.

Wir sind widersprüchliche Wesen.  In Goethes „Faust“ wird das als  das Wesen mit zwei Seelen in unserer Brust in Worte gefasst. In den meisten spirituellen Traditionen wird das Phänomen als „verkörperte Seelen“ oder „Körper mit Seele“ beschrieben. Wir Menschen sind von doppeltem Ursprung (Graf Dürkheim), denn wir sind Söhne und Töchter der Erde  und des  Kosmos. Das „erkenne dich selbst“ ist menschlicher Auftrag. 

JedeR ist einmalig. Vieles, was wir als Gegebenes mitbringen ist uns in so vielen Aspekten nicht bewusst und wirkt dennoch. Es gibt in uns angeborene Mechanismen, die festlegen, wie  z.B. unser Gehirn Information filtert und verarbeitet, wie unser Verdauungssystem das verarbeitet, was von außen kommt. Angeborene Mechanismen bestimmen, wie offen oder verschlossen wir für unsere Umgebung und unsere Mitmenschen sind.  Zur angeborenen Einzigartigkeit kommt dazu noch die erworbene Einzigartigkeit, der ganz eigene Erfahrungsweg.  Wir wurden und werden geformt durch Konditionierung in unserer Kultur, die frühe Konditionierung und das allgegenwärtige kollektive Konditionierungsfeld. Wer also bin ich wirklich?  Wie kann ich ein erfülltes Leben leben?

Der  Schlüssel zum wahren Glück liegt zuerst einmal in uns selbst. Zu einem äußeren Geliebten wie ein Bettler zu kommen führt im besten Fall zu einem Deal, im schlechtesten zu wechselseitiger oder einseitiger Abhängigkeit. Wenn wir als mit uns selbst verbundener König oder Königin zum Geliebten oder zum Mitmenschen kommen,  kann Verbundenheit in Augenhöhe entstehen.  Zwei Könige/Königinnen begegnen und bereichern sich.

Innere Spaltung und Konflikt kann – wie alles –   Bitternis oder Honig sein. Sie kann als Reibung, Druck oder Antrieb, als Selbstablehnung oder Unzufriedenheit erlebt werden.  Innerer Konflikt kann jedoch auch  als eine Herausforderung, eine Sehnsucht nach Ganzheit erlebt werden und dazu führen, sich  im Außen die andere „Hälfte“ zu suchen.

Wahre Liebe ist zuerst  die für sich selbst.   

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Selbstmitgefühl

 

„Leisten wir unserem Leiden Widerstand, kann es sein, dass wir diesen Aspekt unserer Erfahrung zurückweisen oder verteufeln. Wir betrachten unser Leiden als etwas Falsches oder etwas,über das wir hinwegkommen sollten. Selbstmitgefühl enthüllt, dass unser Leiden die Essenz unseres tiefsten Sehnens enthält.“ Robert Gonzales.

 

 

Annehmen, Hingabe, Zulassen  und Abtauchen in das Dunkle, Vergessene. In jeder Körperzelle ist unser Erleben gespeichert. Schattenarbeit ist unabdingbar, um an das Helle, zur Schönheit von Bedürfnissen und Sehnsüchten zu gelangen.

Und: Selbstmitgefühl …    ist nicht Selbstmitleid!

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Ganzheit

 

Ganzheit zu erleben ist wundervoll. Solche Momente, in denen mir nichts fehlt und ich einverstanden bin mit mir sein kann – das habe ich erlebt. Dieses Lebensgefühl möchte ich (wieder)  öfter erleben. In der für mich richtigen Umgebung mit den für mich richtigen Menschen werde ich sicher dazu angeregt.

Wir sind Königinnen und Könige- und verhalten uns so oft wie Bettler. Aus der Gewaltfreien Kommunikation kenne ich das Bild der leeren Taschen: wenn zwei Menschen in Mänteln mit leeren Taschen zusammenkommen, sind sie sich gegenseitig Bettler.  

 

Du hast dich selbst zu lieben. Wenn du in dir nicht ganz bist, hast du dem Anderen nichts zu bieten. Wenn du nicht vollständig in dir/mit dir bist und damit in Liebe ist alles, was du tust der Versuch, etwas vom Anderen zu bekommen.“ (Ra Uru Hu, Übermittler des  Humandesign Systems).  

 

MIt der   Botschaft „Liebe dich selbst, dann kannst du Andere  und die Welt lieben“  bin ich – wie die meisten Menschen meines Jahrgangs und meiner Kultur  –  nicht aufgewachsen.  Echt traurig.

 

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Präsenz

 

Meine Wertschätzung für den GFK-Lehrer Robert Gonzales.  Meine Ausrichtung auf Empathie. Marshall Rosenberg setzt Empathie und Präsenz gleich. Die Qualität, einfach beim Anderen zu sein. Nichts tun müssen. Kein Vergleichen. Kein Bezugnehmen aufs Eigene.

Ich habe Robert noch nicht persönlich kennengelernt, aber schon vor Jahren seine Teachings und Workshops gehört. Damals, als es noch CD-Sammlungen mit 24 CD ´ s zu kaufen gab.

Präsenz

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Empathisches Counseling 1

Wir sind gestartet. Eine gemeinsame Reise wird es sein – über fast ein Jahr hinweg.

Wieder erstaunt mich, wie geschwind  Verbundenheit in der Gruppe entstehen kann.  Und dann doch wieder nicht, es geht ja um Empathie, Vertrauen, Entwicklung  und Wertschätzung.

Aus der Seminarankündigung Empathisches Counseling. Ausbildung in GEWALTFREIER KOMMUNIKATION nach Dr. Marshall B. Rosenberg «Empathie – die Brücke zum Herzen» Empathie oder Einfühlungsvermögen ist die Fähigkeit, einen bewertungsfreien Rahmen zu halten, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und ihre Gefühle und Gedankengänge als Beteiligter nachzuempfinden. Empathie ist die Essenz der Gewaltfreien Kommunikation und bedeutet, vollkommen präsent zu sein im Hier und Jetzt mit einer annehmenden und wertschätzenden Offenheit, die beim anderen ankommt.“ Uschi Kellenberger 

Für mich hat sich eine Sehnsucht erfüllt. Ich darf mein Wissen und meine Erfahrung weitergeben. Ich darf beitragen zur Fülle eines wertvollen Jahrestrainings – mit mehr als Marshalls Liedern.

Empathisches Counseling 

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Selbststeuerung N° 1

 

Durch seinem Vortrag   auf  der  Fachverbandstagung in Stuttgart habe ich Joachim Bauer wieder-entdeckt.  Ich lese gerade einige seiner bisherigen Bücher ein zweites Mal und sein neuestes „Selbststeuerung“  erstmals.  Ich freue mich über  eine neue Lernkurve und ein erneutes Beschäftigen mit der Frage nach der Identität.  Vor allen Dingen auch, weil ich das in den ersten Block der Counseling-Ausbildung in der empathie-werkstatt am nächsten Wochenende einbringen kann. 

Die Aufforderung „Erkenne Dich selbst“  des Orakels von Delphi ist eine uralte und auch wohl lebenslange Frage.  Identität ist de Frage „Wer bin ich?“ und was macht mich aus?   Neben dem theoretischen update beschäftige ich mich weiter künstlerisch mit meinem Portrait und beginne mich dabei, meinem wahren Alter zu nähern.  Mein erster malerischer Versuch.

 

Nun bin ich also 65 –  das Fest ist vorbei und dieses Feedback hat mich am meisten gefreut: „was für ein so schönes Fest, das wir gestern mit und um dich gefeiert haben! Du hast wirklich die Fähigkeit, ganz besondere „Räume“ zu schaffen, in denen Begegnung und Berührung, Freude und Genuss, Spaß und auch Ernst ganz nahe beieinander liegen + auftauchen können….+ das mitten in Gauting, was ich auch oft von einer so ganz anderen Seite erlebe…Vielen Dank !!!!Dir heute einen schönen Nachklang, alles Liebe…..“

 Selbststeuerung N° 1 –  die N°2 folgt sobald.

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