Unterstützung durch den objektiv-liebevollen Blick von oben

Auf sich selbst und auf das eigene Verhalten einen distanzierten Blick zu werfen ist herausfordernd. Allzu bekannt ist daher die erste Stufe von Distanzierung: wir sehen es bei den anderen ganz deutlich. Und wahrscheinlich ist die Frage nicht erst seit der Bergpredigt bekannt: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“

Als eine von mehreren Möglichkeiten, objektiver hinschauen zu können, lädt uns Jean Cocteau ein, uns ein hochintelligentes Wesen vorzustellen, das von einem anderen Planeten aus unseren beobachtet. Beim Anblick eines Wissenschaftlers, dem es gerade gelingt, eine besonders schwierige Rechenaufgabe zu lösen, würde diese Wesen lächeln als wolle es sagen „nicht schlecht“. Dagegen wäre es sprachlos angesichts einer Persönlichkeit wie Van Gogh, angesichts seiner gequälten Seele, die die schreckliche Herausforderung des künstlerischen Schaffens annahm, das seinem ausgebrannten Körper eine ganz andere Art von Würde verlieh, vor der man sich nur verneigen kann.“ (Francois Cheng.Über die Schönheit der Seele)

So könnte ich mir den Voice Dialogue zwischen BIG MIND und BIG HEART vorstellen.

Und jetzt erinnere ich mich an den eindrucksvollen integralen Workshop BIG MIND – BIG HEART von Genpo Roshi. Sein Buch habe ich damals gekauft. So schaue ich im Regal nach und finde: „Im Big Mind findet Leid keinen Halt, Hass und Wut kein Zuhause.In Big Heart nehmen Dank und Freude wunderbarerweise ihren Platz ein, in einem überschwänglichen Tanz tiefster Klarheit und Dankbarkeit“. Wie so oft bin ich frustriert über mein mäßiges Gedächtnis: wenn ich weiterblättere kommt es mir vor, als hätte ich das Buch nicht gelesen. Nun denn, eine zweite Runde…..

www.lebenswendezeiten.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*