Nichtstun

Nichtstun
Ich habe – wie jede und jeder – einen virtuellen Bodhi-Baum, unter dem ich sitzen könnte. Derzeit sitze ich da nicht, weil ich herausfinden möchte, ob Nichtstun auch ohne diese Form geht. Ich meine in so klassischer Meditationshaltung, eine bestimmte Zeit lang, den Atem und die Gedanken beobachten. Innen und außen still werden.
Mein Experiment besteht darin, zu entdecken wie das auch bei geliebten Tätigkeiten geht – beim Malen, Zeichnen, Collagieren. Eines funktioniert auf jeden Fall: wenn ich mich in ganz kleine Bewegungen vertiefe und das einfach hingebungsvoll tue. Punkt für Punkt. Strich für Strich.
„Ich möchte malen, wie der Vogel singt.“ Claude Monet