Was du liebst ist es wert, geübt zu werden.

Anna Haußer, Künstlerin

Pfingsten ist vorbei – und Hexagramm 16 ist noch aktiviert:  Be-GEIST-erung ermöglicht Meisterschaft.

Was du liebst ist es wert, geübt zu werden. Was du mit Liebe übst, kann zu Meisterschaft werden.

Es geht darum, genug Begeisterung zu haben, um anzufangen, und genug Hingabe, um immer wieder zurückzukehren. Es geht darum, sich selbst zu erlauben, immer wieder Anfänger zu sein – zu üben, ohne die Freude zu zerstören. Es geht darum, den Rhythmus zu lernen, der Interesse in Fähigkeit und Fähigkeit in verkörpertes Selbstvertrauen verwandelt.

Vor über 20 Jahren folgte ich einem Funken. Vor mehr als 10 Jahren folgte ich weiteren Funken, den GeneKeys und dem Gitarrenspielen.

Ich habe gelernt, weiter gelernt, geübt, verfeinert – und eher vielseitig als meisterhaft.  Beim Gitarrenspielen bin ich heute zufrieden, meine Lieblingslieder und Chants begleiten zu können. Ich mache so gut wie täglich ein Bild – inzwischen eher auf dem Ipad als auf Papier. Meine Hände lieben es, Ton zu modellieren. Das habe ich erst wieder neu entdeckt.

Was du liebst, ist es wert, geübt zu werden. Was du mit Liebe übst, kann zu Meisterschaft werden – je nach Anspruch, den du an dich selbst hast.

Da ist der Transformationsweg der Vielseitigkeit: von der Gleichgültigkeit zur Meisterschaft – bei den Genekeys beschrieben.

Gleichgültigkeit zeigt sich, wenn der erste Funke verblasst. Das kann sich als Langeweile äußern oder im Aufgeben eines Handwerks.

Vielseitigkeit ist die Gabe. Es ist die Fähigkeit und Energie zu experimentieren, zu lernen, zu verfeinern und sich durch viele Formen auszudrücken, bis das Können verkörpert ist. Es ist Geschick mit Wurzeln.

Meisterschaft ist der Punkt, an dem Praktizierender und Praxis eins werden. Der Tänzer verschwindet im Tanz. Der Musiker verschwindet in der Musik. Die Technik wird transparent. Fertigkeit wird zu Gebet.

Vielleicht fühlst du dich berufen, eine alte Fähigkeit wieder aufzugreifen, dich zu bewegen, deine Stimme zu verfeinern, dein Handwerk zu üben. Oder zu bemerken, wo du auf die perfekte Technik gewartet hast, bevor du überhaupt beginnst. Du könntest dir der Orte bewusst werden, an denen Langeweile tatsächlich ein Tor zur Tiefe ist.

Praktisch könnte das so aussehen: Eine Fähigkeit über eine gewisse Zeit beständig zu üben. Und ohne Scham zu den Grundlagen zurückzukehren.

Noch zwei Perspektiven – Widersprüchlichkeit inbegriffen.

Letztlich geht es um Meisterschaft im Leben. Und „Meisterschaft“ gilt dabei nicht als ein fernes Ziel, sondern beschreibt den Grad der Offenheit gegenüber dem Leben in seiner Vielfalt.

Wir müssen uns nicht ständig verbessern, heilen, weiterentwickeln oder nach etwas streben. Hattest du heute schon Spaß?

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