Individualität in der Antike

 

Gestern in der Glyptothek. Wir waren zum Portraitzeichnen verabredet  und ich wählte einen sehr prägnanten Kopf: Titus.

 

Erst beim Hinausspazieren nahm ich die Unterschiedlichkeit der Köpfe richtig wahr. Ja, mehr Männer- als Frauenköpfe, ja manche zu Göttern idealisiert – und doch höchst individuell. 

Kein Signum des Künstlers – nur Erläuterungen zur dargestellten Person. Wenn individualisierte Portraits hergestellt wurden, z.B. auf Münzen oder als Büsten, dann waren es die des jeweiligen Herrschers.

Ein bedeutsamer Schritt in ein neues Selbst-Bewusstsein  war beispielsweise das Selbstbildnis  von Albrecht Dürer.  Seit der Aufklärung beginnen sich die Sklaven und Untertanen ihrer selbst und ihres gleichen Wertes bewusst zu werden: Menschenrechte sind formell verankert und in manchen Staaten sind sie durch Rechtsstaatlichkeit gewährleistet. Zu ihrer gelebten Realisierung ist es noch weit.

Im Human Design kommt Gleichwertigkeit dadurch zum Ausdruck, dass die demokratischen Führer nicht mehr Manifestoren/manifestierende Generatoren sondern mehr und mehr Projektoren sind. Zwei der Vier Typen brauchen sich wechselseitig. Die einen haben einen Überfluss an verführerischer Lebensenergie und die anderen die Fähigkeit, diese Energie zu koordinieren.

Unterschätze dich nicht selbst, indem du dich mit anderen vergleichst. Es sind unsere Unterschiede, die uns einzigartig machen. Und diese Unterschiede sind gleichzeitig Begrenzungen: du kannst nicht mehr alles sein oder werden. Das wird am leichtesten durch die Begrenzung auf ein Geschlecht deutlich – trotz aller Uneindeutigkeiten, die derzeit Aufmerksamkeit haben. 

 

Gib dir selbst die Chance, tatsächlich zu sehen, wer Du sein kannst. Das ist wirklich die große Freude daran, denn es ist immer eine Überraschung.

 

www.lebenswendezeiten.de

Individualität in der Antike

About the Author web336

Vollblut-Lehrerin und Trainerin. Humandesignsystem© Analytiker/Lehrer (IHDS-Ausbildung) Integral Life Consultant i.A. Jahrgang 1952. 33 Jahre lang als Gymnasiallehrerin tätig gewesen. Derzeit und in Zukunft engagierte Kommunikationstrainerin (gewaltfreie Kommunikation nach M.Rosenberg) im Kommunikations-Atelier.

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