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Empathie und Angst

 

Robert Gonzales ist ein von mir  sehr geschätzter  Trainer der Gewaltfreien Kommunikation. Seine Sicht auf die Angst habe ich auf ein aussagekräftiges Zitat verkürzt.

Es geht um Präsenz.  Empathie ist im Gegensatz zu Sympathie das “Ganz-beim-Anderen-Sein”.  Und diese Qualität ermöglicht etwas. «In der Gegenwart von Empathie wandelt sich erstarrte Angst in verletzliche Angst. Es ist immer noch Angst, aber sie wird weich, und es  gibt Bewegung und mehr Energie.»(Robert   Gonzales)

Zusätzlich zum Wissen über die heilsame Wirkung von Empathie hilft auch das Verstehen von Ängsten. Aus Humandesign-Sicht wird Angst differenziert betrachtet. Unsere  Körperintelligenz ist eine evolutionär unglaublich verfeinerte – und uns nicht bewusste Intelligenz.  Als Körperbewusstheit im Moment sorgt sie für das Überleben und Gesundbleiben – durch Wahrnehmungsfähigkeiten und  Ängste.  Im Laufe der Jahrmillionen und Jahrtausende hat sich eine neue Bewusstheit entwickelt, unsere mentale Bewusstheit – mit mentalen Ängsten. Unsere letzte und sich noch in Entwicklung befindliche Intelligenz ist die emotionale Intelligenz mit emotionalen Ängsten, die sich als Nervosität zeigen.   

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Das für DICH Richtige

 

Es gibt in diesem Kosmos keine Duplikate.  Bei jeder anders aussehenden Schneeflocke angefangen, endet es bei Deiner und meiner Einzigartigkeit. Und ja, als  Menschen, als Spezies sind sind wir uns unglaublich ähnlich. Wir haben dieselben Bedürfnisse. Auf eine feine Art sind wir jedoch anders. Und wenn wir diese Andersartigkeit erleben und ins Leben bringen können, bringen wir unseren Ton, unsere Farbe in die Gesamtkomposition. Das gibt uns Sinn und Bedeutung. Und dann brauchen wir ganz wenig. 

 

 

Wir sind Individuen mit dem Bedürfnis nach Selbstausdruck  und wir sind soziale Wesen. Wir brauchen Verbindung, Verbundenheit und wir wollen beitragen.  Es geht um das für DICH Richtige. 

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Selbst-Sein und Selbstausdruck.

 

Den Spruch von Hermann Hesse fand ich in meiner Sammlung zum Thema Selbst-Sein. Mit Lust füge ich ihn zu meinem gestern entstandenen Bild hinzu.  Es ist schön, beides nebeneinander stehen zu sehen. Ich würdige die Kunst Hermann Hesses und nehme seine Ermutigung für mich an.

 

Der Antrieb der Evolution ist die Verbesserung. Wohl wissend, dass es Perfektion auf der menschlichen Ebene nicht gibt. Die Welt ist schön. Ich freue  mich, lebendig zu sein. Ich weiß um meine Gaben: logisches Denken (deshalb zieht mich das Humandesignsystem seit 20 Jahren) und meine Beurteilungs- und Verbesserungsfähigkeit.  Wenn meine Talente, mein ganz individueller Geschmack, meine Korrekturfähigkeit in der Welt gebraucht wird,werden auch Einladungen kommen. Wenn es nix mehr zu verbessern gäbe, wäre der Evolutionsprozess zu Ende. 

 

Ja, ich möchte  ich  selbst  sein.

Ja, ich bin da, damit die Welt um diesen Klang,

um diesen Ton reicher werde.

 

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Inspiration & Impulse August 2017

Die Themen im August: 

1. Zitat des Monats: “ Jedem das Seine und Allen das Gleiche”? 
2. Wir sind Sinn-soende Wesen. 
3. Wie Menschen aufeinander und miteinander wirken

 

Was könnte der aus dem antiken Griechenland stammende Grundsatz “Jedem das Seine” beinhalten und bedeuten? In der Politeia stellte Platon Fest, dass Gerechtigkeit besteht , “wenn Mann das Seine tut und nicht vielerlei Dinge treibt Ein Aspekt ist sicher die Verteilungsgerechtigkeit und diese Frage ist mehr denn je aktuell angesichts der sich immer mehr weitenden Schere in der Einkommens- und Vermögensverteilung. Erkenntnisse der Hirnforschung haben erbracht, dass wir alle Antennen für Fairness und Gerechtigkeit in uns haben. Bereits in Experimenten mit Schimpansen wurde das aufgezeigt und kann angeschaut werden. Hier ein Ausschnitt aus einem Film von Frans de Waal. Über die Säulen von Moral. Der Blick ist auf das gerichtet, wo sie Menschen gleich sind: in den Bedürfnissen nach Überleben, gedeihliches Zusammenleben und Fairness. Das Engagement für den GFK-Aspekt “Beitragen zum sozialen Wandel” beruht darauf. 

Eine zweite Perspektive ist der Blick auf unsere Verschiedenartigkeit. Nach Platon ( wikipedia) soll “Jeder ..das Seine tun, und zwar in Art und Umfang so, wie es sein Wesen, seine Möglichkeiten und den individuellen Umständen entspricht”. 

Das Geschenk des Humandesignsystems ist sein Röntgenblick. Natürlich gibt die Körpergrafik nicht die persönliche Lebenserfahrungen wieder. Sie zeigt die Startbedingungen in diesem Leben und die Möglichkeiten, das Potenzial, das in diesem Menschen schlummert, verschlossen oder verdeckt ist. Gleichzeitig ist es ein Blick auf die Essenz. Und das ist göttlich. Schön. Unschuldig
 
 
Und in einer Überblicks-Gesamtheit  kann die Analyse jeder Körpergrafik die pure Fülle eines Menschen und seines Potentials aufzeigen. 
 

 

Warum solltest du mehr über dich wissen? Wir sind Sinn-suchende Wesen und Verstehen entspannt uns, gibt uns Kraft. Es ist so einfach – und das Wesentliche ist kostenlos. Du Holst Dir deine Körpergrafik oder hörst wieder in dein Lesung hinein: experimentierst mit dem Wissen über deinen Typus und Handelst danach. Als Manifestor informierst du, ehe du loslegst, als Generator handelst du nicht initiativ, sondern nur, wenn du gefragt wurdest und ein sakrales JA dazu fühlst. Als Projektor investierst du in Dein Selbstwertgefühl, machst das, was du gern tust gleichzeitig als Vorbereitung auf auf eine mögliche Einladung als Guide. Die Generatoren sind die Vertreter der reinen Lebendigkeit und Schaffenskraft, sie haben das Sagen. Du verkörperst eine Intelligenz, Energien lesen und damit umgehen zu können. Da du dich nicht einmischen darfst, musst Du auf das Gesehen-Werden und die Einladung warten. Und als Reflektor durchläufst du den 28-Tage-Prozess und schätzt Deine gesellschaftliche Rolle als Beobachterin und Spiegel einer Gruppe. 

Weitere Informationen  kommen durch  die Analyse Deiner Körpergrafik (das Reading) und über Deine Erfahrungen damit. Die Grafik zeigt das Ganze, war wir sind, ein BodyMind. Ohne Körper haben wir nicht reflektieren und ohne unseren Mind wären wir Kreaturen ohne die Möglichkeit der Selbstreflexion. 

Ich selbst bin – neben der mentalen Dominanz unserer Kultur – sehr mental geprägt.   Seit Jahren unterwegs, die konditionierte Trennung von Verstand und Körper in einer gefühlte Verbundenheit von Body und Mind zu verwandeln. So ist die Gewaltfreie Kommunikation, das Tanzen, Malen und Musik machen meine tägliche und spirituelle Praxis. 

Die Erinnerung an die Notwendigkeit, das Humandesign-Wissen an meiner Lebensrealität zu überprüfen  Ist für mich immer wieder eine neue Entwicklungsebene. Mich fasziniert diese phantastische Synthese wieder und wieder. Gleichzeitig bin ich als Typus Projektor in der Minderheit auf dem Planet Erde und fühle mich manchmal als Alien. Wie ein Projektor brauche ich die Energie und das Gesehen-Werden, damit ich meine Gaben in die Welt bringen und meine Lebensaufgabe erfüllen kann.

 

 

Wir sind Teil eines Systems und selbst aus vielen Aspekten gebaut und zusammengehalten zu dem,  was wir als ICH empfinden. Ich habe diese 3 Tage mit Hans Wagner “Human Design und Aufstellungen 3.0 – Beziehungen” als sehr bereichernd empfunden. Und ich wurde zudem daran erinnert, dass ich einen rezeptiven Brain habe: ich kritzle vor mich hin und bin doch voll dabei. Wenn jedeR das Ihre/Seine leben und beitragen würde, wäre es eine wundervolle Choreografie. Gleichzeitig braucht es für die Weiterentwicklung die Reibung.

Folgst du deiner Sehnsucht nach Wertschätzung deiner Einmaligkeit? Was ist bei Dir möglich?Ich trage gern mit meinem 
Wissen und meiner Erfahrung dazu bei. 

Erkenne dich, werde sichtbar und erlebbar in deiner Einmaligkeit . Es geht darum, ganz DU selbst zu sein und Dich zu lieben.
Sommergruesse  und ein Lächeln von 

Entscheidungen

Humandesign Bewusstheit

Im Humandesign geht es nicht um Entscheidungen. Es geht um  Bewusstheit und die Achtsamkeit dafür,   woher sie kommen. Treffe ich sie von   meinem Verstand aus?  Treffe ich sie  bestimmt durch  mentale Ängste und Sorgen? Treffe ich sie aus einer  Emotionalität heraus – und brauche  Zeit fürs Verdauen dieser Emotionen?

 

 

Die  wahre Intelligenz unseres Körpers ist wissenschaftlich noch nicht wirklich erforscht.   So viel dieser  Körper-Weisheit  ist uns nicht bewusst, vom Atmen bis  zu unserem  Schutz durch unser Immunsystem.   Das  Potential des Humandesigns  erschließt sich  durch  das Aufzeigen-Können  deiner und meiner einzigartigen Körperstruktur. 

Unsere Entscheidungen prägen unser Leben.

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Aufstellung

 

Ich habe interessante Tage erlebt. 3 Tage lang war ich entweder Stellvertreterin oder Beobachterin in meiner eigenen Aufstellung.  Es wirkt nach.  

Systemaufstellung bezeichnet ein Verfahren, in dem aus einer vorhandenen Gruppe Personen stellvertretend für Mitglieder oder Entitäten (Teile, Aspekte) eines (üblicherweise sozialen) Systems gewählt und in einem realen Raum sodann repräsentativ zueinander in Beziehung (auf-)gestellt werden. (aus Wikipedia). Die Humandesign-Variante habe ich hier erlebt.

“In den Aufstellungen wird der Schwerpunkt auf den Beziehungen der eigenen Zentren untereinander und dem Bezug des Individuums zu sich selbst liegen: Wie stehe ich zu mir? Wie gut akzeptiere ich das, was ist? Kann ich lieben was ist? Mag ich beispielsweise das Warten auf eine Reaktion oder Einladung, lebe ich nach meiner inneren Autorität? Oder: Informiere ich (gerne?) ausreichend – durchaus Typus übergreifend?

Der Bezug zu mir stellt immer die Basis für die mögliche Qualität der Beziehungen zu anderen Menschen dar. Danach können wir die Verbindung zu einem Partner betrachten, wie sie sich im Moment zeigt. Wie finden wir unsere Entscheidungen? Findet das Wissen um den Anderen Ausdruck im Verhalten? Z.B.: Frage ich meinen Generator-Partner – Oft-manchmal-nie? Erstrebenswert wäre natürlich, die einzelnen Zentren sprechen zu hören zu bestimmten Aspekten des Partners, und wie sich das auswirkt. Oder einen Blick auf die Konditionierungsgeschichte mit den ersten „Partnern“, den Eltern, zu werfen. Oder sich anzuschauen, was bei starker elektromagnetischer Anziehung geschieht. Wir werden erleben, was sich wie zeigt, wenn wir das Wagnis eingehen, es erleben zu wollen. Human Design kann viel, aber nichts garantieren.” (aus dem Ankündigungstext von Hans Wagner).

Und ich habe immer wieder in den Zeiten, in denen ich nicht als Stellvertreterin ausgewählt wurde gezeichnet)

Seit dem Abschluss bin ich in der lebendigen Erfahrung meines Typus Projektor – auch in Bezug zu den hier anwesenden andere beiden Typen Generator und Reflektor. Ein Manifestor ist nicht hier. Nach so vielen Jahren des intellektuellen Aufnehmens von Wissen bin ich hier im Erleben, in der Erfahrung. Wie fühlt es sich an, mit 12 Menschen gleichen Typus zusammen zu sein? Wie fühlt es sich an, im großen Abstand zu Generatoren und gleichzeitig in einer Gruppe von Projektoren zu sein?  Spannend.

Und weil ich einen rezeptiven Brain habe, male ich immer wieder auf meinem Tablet und nehme gleichzeitig auf.  

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Ganzheit

 

Ganzheit zu erleben ist wundervoll. Solche Momente, in denen mir nichts fehlt und ich einverstanden bin mit mir sein kann – das habe ich erlebt. Dieses Lebensgefühl möchte ich (wieder)  öfter erleben. In der für mich richtigen Umgebung mit den für mich richtigen Menschen werde ich sicher dazu angeregt.

Wir sind Königinnen und Könige- und verhalten uns so oft wie Bettler. Aus der Gewaltfreien Kommunikation kenne ich das Bild der leeren Taschen: wenn zwei Menschen in Mänteln mit leeren Taschen zusammenkommen, sind sie sich gegenseitig Bettler.  

 

Du hast dich selbst zu lieben. Wenn du in dir nicht ganz bist, hast du dem Anderen nichts zu bieten. Wenn du nicht vollständig in dir/mit dir bist und damit in Liebe ist alles, was du tust der Versuch, etwas vom Anderen zu bekommen.” (Ra Uru Hu, Übermittler des  Humandesign Systems).  

 

MIt der   Botschaft “Liebe dich selbst, dann kannst du Andere  und die Welt lieben”  bin ich – wie die meisten Menschen meines Jahrgangs und meiner Kultur  –  nicht aufgewachsen.  Echt traurig.

 

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Erkennen und Verstehen

 

Heute haben sich Projektoren und Generatoren ausgetauscht. War spannend.

Ach, wie oft bin ich gegen eine Wand gerannt.

 

Erkennen und Verstehen tut gut. Schafft eine neue Basis.

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Auf die Stimme deines Körpers hören.

Humandesign, Anziehung, Intimität

Der Körper hat eine Stimme.    Körper bedeutet Leben. ist  Lebendigkeit,   Energie  und sensorisches Empfinden.

Geht   es   dir – wie mir – um  deine volle  Verkörperung: die Empfindung, die du in einem bestimmten Körper lebst, auf diesem großen Planeten Erde, dem großen  Körper?    Wenn wir mit uns selbst  verbunden sind, wirklich fühlen und  empfinden,   leben wir ganz. Dieses Bewusstsein beeinflusst unsere Beziehungen und unsere  Entscheidungsfindung.  Wenn du von deinem eigenen Körper getrennt bist, fühlst  du dich ziemlich sicher auch vom sozialen Körper getrennt und von den Menschen  um dich herum.

Es ist so leicht und schnell gesagt: ja, ich höre auf die Stimme meines Körpers.  Nimmst Du Dir Zeit dafür? Sitzt oder liegst du –  auch nur minutenweise – und spürst in deinen Körper hinein? Wo genau spürst du hin? In Muskelverspannungen hinein  oder unter die Haut? In die Kiefergelenke oder den Beckenraum?………

Und  was heißt hier “Stimme”? Ist es nicht eher ein  hmmmm ….oder nnnnnn,  grrrrr……, ein  Gezogenwerden-Gefühl?

Im  Humandesign unterscheiden wir  unterschiedliche Stimmen, also Informationsquellen der inneren Führung.   Die individuelle körperliche “Stimme” ist   der  Kompass, der  dich  durchs Leben  leitet.  Es gibt meines Wissens keine spirituelle Tradition, die nicht sagt:  suche  in  dir, nicht im Außen.  

Wenn du auf  diese Stimme hörst  – wenn auch für nur  10 Minuten am Tag –  bemerkst du auch andere Dinge.  Bewusstheit in den Körper bringen ist der Königsweg.  Vertraue der Organisation deiner  eigenen Intelligenz.  Wir müssen vertrauen, dass das System selbst schlauer ist als  unser Verstand.

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Der Vorhang öffnet sich.

 

“Alles ist mit allem verbunden.” – Leonardo DaVinci

Benoit B. Mandelbrot hat als  Junge schon entdeckt, dass er ein Talent für Mathe hatte. Sein Talent reichte jedoch weit über die Lösung von mathematischen Problemen hinaus. Er konnte etwas darstellen, was bisher sonst niemand konnte:  das Muster, das alles im Universum verbindet – von Schallwellen bis hin zu Wetter,  in jede Richtung vom Mikro bis zum Makro.  Fraktale des Lebendigen mit dem Grundprinzip der Selbstähnlichkeit.

   

In seinem letzten Interview vor seinem Tod teilte er  mit der Welt seine Geschichte von der Entdeckung, die zur Revolution in der Technik, der Architektur, Medizin und der Kunst führt.  Wir alle sind Fraktale des Lebendigen in einem holografischen Universum.  

Eine Herangehensweise, diese Muster zu beschreiben stellt das Human Design System (HDS) dar.  Vom Design der Reptilien, Vögel und Fischen zum Design der Säugetiere zum Design/Bauplan jedes Menschen.  Jeder Mensch stellt einen Aspekts von Bewusstsein in menschlicher Form dar. Das   HDS unterscheidet vier grundlegend verschiedene Typen. 

 

 

Das Wunder des Verstehens. Ich kann es nur so bezeichnen.

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Selbststeuerung N° 3

Buchbesprechung:  SELBSTSTEUERUNG von Joachim Bauer (München 2015). 

Bauer s Buch ist ein Aufruf, der Selbststeuerung wieder große Bedeutung zu geben. Die Stärke und Dominanz des Top-down-Systems  über  das Bottom-up-System der Instinkte, Affekt und Impulse ermöglicht sie. Er bekräftigt und ermutigt alle Bemühungen um die gesunde Entwicklung eines Selbst, von Selbst-Bewusstheit, Selbststeuerung und Selbsterziehung, da  unsere auf Autopilot fahrenden Verhaltensweisen kurzsichtig und fehleranfällig sind. Die eigenen Impulse kontrollieren und vorübergehende Anstrengungen auf sich nehmen zu können,  sei nicht nur die unabdingbare Voraussetzung für langfristige persönliche Erfolge und gute soziale Beziehungen. Die Fähigkeit zur Selbststeuerung und liebevolle Impulskontrolle schütze auch die Gesundheit auf allen Ebenen des Menschseins (Kap 5, S. 113ff). Anstatt reaktiv den Reizen der Außenwelt zu folgen, sollten wir bewusster werden und warten können. Hier auf den  freien Willen zu bauen,  ist empfehlenswert und bedeutet vor allem Eigenverantwortung.  Stärkung der Selbststeuerung unterstützt meiner Meinung nach auch ein auch sehr altes Grundbedürfnis, das nach Selbstwirksamkeit. Wir wollen uns  nicht ohnmächtig/machtlos fühlen,  sondern wollen  Mit- und Selbstbestimmung, Kontrolle über unser eigenes Leben.

Der Untertitel „Die Wiederentdeckung des freien Willens“ lässt mich jedoch erstaunt innehalten. Das Thema des freien Willens ist wie ein Stich in ein uraltes  philosophisches  Wespennest – gleichwohl verwendet Bauer nicht einmal 2 Seiten auf dieses Thema.  Eine endgültige Antwort auf diese Frage wird es m.E. vielleicht nie geben.  Und doch sehnen sich alle Menschen danach, frei zu sein: frei sein von sämtlichen Behinderungen und Hindernissen,  sie  selbst wollen „es“ gewollt haben. Und da schon stellt sich eine erste Frage: wollen wir das auch bei den Dingen, die misslungen sind?  Zudem spüren und wissen die meisten, wie dünn die zivilisatorische Zähmung, die dünne Schicht des Neocortex mit seinem rationalen, abwägenden Denken  ist.  Wie schnell übernimmt in Krisen und Kriegszeiten das so viel ältere Stammhirn die Steuerung,  wie schlagartig kommt der Instinkt wieder hoch, weil Hypothalamus und  Amygdala regieren.   

Es gibt so viele „Mechanismen, welche die Selbstkontrolle von Menschen stören und ihren freien Willen beeinflussen können“( S. 109).  Wir kommen nicht als leeres, frei zu beschreibendes  Blatt auf die Welt. Es gibt genetische Prägungen/Voreinstellungen  durch unsere  Ahnen.  Dazu kommt besonders bei uns Menschen als soziale Frühgeburten, dass wir erst im Laufe der psychischen Entwicklung durch unsere Interaktion mit der Umwelt zu dem/der werden, die wir sind. Von Zeugung an prägen die uns umgebenden Beziehungen unsere Sicht der Welt und damit unser Handeln.  Soziale Erfahrungen formen uns, unser Gehirn. Das Statement Bauers gefällt mir: aus Psychologie wird Biologie.  Im Frontalhirn entsteht die Fähigkeit, Folgen unserer Handlungen zu antizipieren und sie damit bewusst zu tätigen oder zu unterlassen. Genau das unterscheidet uns Menschen von „anderen Tieren“.

Ich teile Bauers These „Wie wir uns verhalten, bestimmen wir im Wesentlichen selbst“ nur teilweise.  Ja, die Potentiale menschlicher Selbststeuerung sind nicht ausgeschöpft. Wir können im Hinblick auf die Ausweitung unserer Perspektive, unserer Bewusstheit und unserer Kommunikationsfähigkeiten wachsen und mehr und mehr danach leben.

Dass das Steuerungszentrum das Stirnhirn ist, mag  in gesunden Gesellschaften viel wahrscheinlicher sein.  Wir sind jedoch m.E. in einer absolut ungesunden Gesellschaft.  Jene Strukturen im Gehirn, die bestimmen ob etwas “Stress” ist oder nicht,  sind dem Bewusstsein völlig unzugänglich  und operieren nur auf Basis vorhergehender Erfahrung. Neben der Frage nach dem Nicht-Bewussten stellt sich noch die nach der Individualität.  Nur ein Beispiel aus den vielen individuellen Unterschieden: w i e  ein Adrenalinschub vom Individuum interpretiert wird, kann er/sie nicht bewusst steuern; er kann anregen und das persönliche Denken, die eigene Kreativität fördern oder auch völlig blockieren.

Bauers Buch bietet genug  persönliche Anregung, etwas zu ändern,   um der/die zu werden, die man wirklich sein mag.  Sein Buch ergreift Partei für Mit-Verantwortung in der Gesellschaft, bezüglich Medien und  respektvoller Kommunikation.  Für mich bleibt die Frage nach dem freien Willen, „kann man wollen, was man will“ weiterhin eine offene Frage.  Dazu kommt, dass in den meisten spirituellen Traditionen der Welt vor der Dominanz des Verstandes gewarnt wird.

 

Respektvolle verbale und nonverbale Kommunikation lässt eine völlig andere Gehirnstruktur entstehen. Ich bin total dankbar für das, was mir durch die GFK als evolutionäre  spirituelle Praxis gegeben wurde.  Bei der Aufgabe, mich selbst zu kennen und zu erfahren, wie  und wo ich als fraktaler Teil  ins größere Ganze passe,  lasse ich mich vom 5000 Jahre alten I  Ging  und dem Humandesign System (HD) führen. das die Welt als Tanz zwischen Yin und Yang, zwischen Konstanz und Wandel beschreibt.

Vor diesem Lebenscode gehe ich in die Knie, werde demütig. Und das ermöglicht Hingabe an etwas Größeres, an das Leben.

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Was ist eigentlich das Humandesign? Essay N° 4

Wichtige Bedürfnisse, die das Humandesign erfüllen kann. 

Wenn ich Lebensenergie und Lebenszeit in etwas  hineingebe, lohnt es sich durchaus, mich zu fragen, welche Bedürfnisse dadurch erfüllt werden.   Durch das erstaunte Fragen von Freund*innen bin ich fast dazu gezwungen – und es hilft mir tatsächlich, indem es mich stärkt. Ja, es ist “meines”, für mich lohnt es sich!  Gleichzeitig bin ich ja eine Wegbegleiterin und Lehrerin und das nächste erfüllte Bedürfnis ist:  ich kann mit dem, was ich kann und weiß Anderen dienlich sein. Ich kann beitragen.

Zuallererst erfüllt es  das Bedürfnis nach Verstehen und Orientierung.  Sich selbst und die eigene “Flugbahn” zu verstehen sehe ich als grundlegend an, nachdem grundlegende physiologische Bedürfnisse erfüllt sind.  Darin enthalten sind als weitere Individualbedürfnisse das nach Weiterentwicklung/Wachstum bis hin zu “Selbstverwirklichung” – ein großer,anspruchsvoller Begriff, ebenso wie auch Potentialentfaltung.  Und ja, im Samen einer Buchecker ist die ganze Buche drin. Wie würde eine Kathedrale ohne vorherigen Bauplan gebaut werden?

Deine und meine Einmaligkeit besteht ja darin, wo ich wir uns  unterscheiden Alles, was in Dir und mir einzigartig ist, ist ja das, wo wir  nicht wie alle sind  und auch nie sein können. Es ist sicher  viel viel mehr möglich. Aber nicht alles. Epigenetik hin oder her: du kannst in dieser Lebensspanne keine 3 m groß werden. 

So erfüllt es zutiefst das Bedürfnis nach Orientierung,  seinen stimmigen Platz zu finden und auszufüllen. Ein bis dahin gewordenes Original – das bis zum Lebensende die Möglichkeit hat, als das in Erscheinung zu treten und zu wirken, wie er/sie “gedacht” ist.  Wie ich schon in einem früheren Beitrag  geschrieben habe – und das ist wirklich nicht meine eigene Idee – beginnt alles als Idee. Alles hat einen Plan, eine Ordnung, einen Entwicklungszyklus. 

Und das HD kann aufzeigen, was angelegt ist und was offen ist.  Das hilft enorm weiter. Akzeptanz als eine wichtige Stufe zu Selbstliebe.  Wenn im letzten Jahrzehnt manche Ratschläge lauteten “höre  auf deinen Bauch, folge deinen Gefühlen, vertraue auf deine Impulse”, dann kann  das HD   aufgrund  der Analyse der individuellen Körpergrafik  einen  sehr viel präziseren individuellen inneren Kompass anbieten:    ein  inneres Navi, das  das rationale, abwägende Denken  nicht ersetzen soll, aber jenseits der  unvermeidlichen Konditionierung  liegt.   

Was ist eigentlich das Humandesign? Essay N° 5 kommt….irgendwann,  vielleicht.

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Was ist eigentlich das Humandesign? Essay N° 3

 

Die letzten beiden Essays widmeten sich der 5000 Jahre alten Philosophie  des I Ging, die die Grundlage des HD bildet.  Bezüge lassen sich sowohl zum Buddhismus und zur tibetischen Philosophie herstellen.

Ich bin immer wieder neu fasziniert und dankbar, dass mir solches Verstehen zur Verfügung gestellt wird.  Die Sehnsucht danach  kenne ich seit meiner Pubertät. Ich war ein H.Hesse-Fan, habe das Glasperlenspiel gelesen – und nicht wirklich verstanden. Seit meiner Studentenzeit steht R. Wilhelms I Ging in meinem Bücherregal. Es blieb –  nicht wirklich verstanden – und erst durch das HD eröffnete sich mir seine Bedeutung und sein Wert.

Das HD erfüllt mir gleichzeitig auch  noch  andere Bedürfnisse.  So  mag ich jetzt beginnnen, die praktische Seite des HD zu beschreiben. Dabei  geht es um Selbsterkenntnis. Jeder Mensch ist einmalig und  trägt von Geburt an eine einzigartige Codierung in sich, eine Grundstruktur des Selbst. Das Leben ist auf die Entfaltung dieser angeborenen Potenziale ausgerichtet (hier  baue ich gleich eine Brücke zur GFK und Carl Rogers, der einer der Lehrer Marshall Rosenbergs war). Die integrale Version des HD beschreibt 3 Frequenzbänder, wie die Talente ausgelebt werden können – was auf Bewusstseinsevolution und Epigenetik hinweist.  

Das HD stellt die individuellen genetischen Vor-Einstellungen in einer Körpergrafik dar und beschreibt die Grundelemente und -themen dieses Menschen auf allen 3 Ebenen, Geist, Emotion und Körper in einfachen Schlüsselbegriffen,   ähnlich dem Bauplan eines Hauses, einer Landkarte oder einer Orgel.  Die Körpergrafik ist das Gesamtbild des einzigartigen Typs, den dieser Mensch verkörpert. Wie sie sich ausdrücken, hängt ein Stück davon ab, welche formenden Lebenserfahrungen gemacht worden sind  und vor allem davon, welche innere Lebenshaltung, welcher Lebensstil gelebt wird

Die Körpergrafik ist eine visuelle, das Reading eine akustische Orientierungshilfe für die Entdeckung der genuinen Talente und AufGaben, wodurch das wichtigste Bedürfnis erfüllt werden kann –  nach dem von Sicherheit und Schutz der Existenz –  ein sinn- und bedeutungsvolles Leben leben.

Was ist eigentlich Humandesign?  Essay N° 4  folgt.

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